Messe-Rundgang

Von Gregor Hilden

Ein gefalteter Hundertmarkschein liegt auf dem Boden der Messehalle 8.0. Und während einer der Besucher noch verschämt abwartend den Fußabsatz auf den vermeintlichen unerwarteten Hotelkostenzuschuß positioniert, mußte ein anderer zuvor bereits die ernüchternde Erfahrung machen, daß es sich bei der lockenden Geldnote leider nur um ein rückseitig bedrucktes Werbeflugblatt für einen Messestand handelt.

Tja, um nicht etwa im Trubel und in der Unüberschaubarkeit der diesjährigen Frankfurter Musikmesse unterzugehen, hatten sich die rund 1.700 Aussteller schon allerhand clevere Werbemaßnahmen einfallen lassen, um auf ihr Instrumentarium aufmerksam zu machen. Und letzteres war durchaus der Rede wert: Eine Vielzahl neuer Gitarren, Verstärker, Noten und Zubehörteile war ausgestellt und - in den meisten Fällen auch für „jedermann" antestbereit.

Die News im einzelnen (sämtliche angegebenen Preise sind unverbindliche, empfohlene Listenpreise der Hersteller):

AER

Der bereits bekannte Acousticube wurde in einer überarbeiteten Version vorgestellt: Acousticube II, so die aktuelle Bezeichnung, ist ein hochwertiger, zweikanaliger Verstärker für akustische Instrumente mit insgesamt 120 Watt Leistung und einem digitalen Effektboard

mit 100 Presets. Der Verkaufspreis liegt bei etwa 2.890,- DM. Optional (und optimal) gibt es außerdem eine passive Zusatzbox mit einem 10"-Lautsprecher (ca. 650,- DM) und eine aktive 8"-Coaxial-Stereo-Ergänzungsbox mit 120 Watt Leistung (ca. 1.890,- DM).

Raimundo y Aparicio (Messe 8, Aparicio)

Eine umfangreiche Kollektion spanischer Konzertgitarren stellte der deutsche Vertrieb GEWA auf der Messe erstmalig vor: Raimundo y Aparicio heißt die Gitarrenmanufaktur unter der Leitung des Gitarrenbauers Antonio Aparicio, die mit nicht weniger als 29 verschiedenen Modellen aufwartet. Unterteilt wird das Angebot bei Aparicio in vier Gruppen: Linea Tierra: Schülergitarren mit 53er, 57er, 61er und 65er Mensur im Preisbereich zwischen ca. 398,- DM und 950,- DM. Alle Modelle besitzen eine massive Zederndecke (Ausnahme: Modelle RT 115 und RT 125, massive Fichtendecke) und einen Korpus aus Palisander oder Mahagoni. Mit der Linea Fuego (ca. 998,- DM bis 1.800,- DM) beginnt die Gruppe der vollmassiven Instrumente. Verschiedene Hölzer wie Palisander, Fichte, Walnuß, Zypresse und Zeder stehen zur Auswahl. Fast komplett in Handarbeit hergestellt wird die Linea Artista (ca. 2.300,- DM bis 2.980,- DM), wo ebenfalls ausschließlich massive Hölzer - in diesem Fall von besonders ausgesuchter Qualität - verwendet werden. Abgerundet wird die Palette durch die Linea Electro Acustica, eine Serie mit elektroakustischen Konzertgitarren (ca. 850,- DM bis 1.800,- DM). Die der Linea Tierra entsprechenden Modelle werden mit dem Fishman Matrix Pro Tonabnehmer-/Preampsystem ausgestattet und sind mit einem Cutaway versehen (Ausnahme RE-10, ohne Cut). Alle Gitarren sind im übrigen als Linkshänderausführungen ohne Aufpreis erhältlich.

Aria

Verschiedene neue Konzertgitarren-Schülermodelle stellte Aria vor: Modell Pepe PS-48 wird mit einer 480-mm-Mensur, Mahagonikorpus und massiver Zederndecke angeboten und kostet ca. 450,- DM. Vergleichbar ist die Diethard DZ-48, mit derselben Mensurlänge und Holzauswahl - dort allerdings in Mattlackierung (ca. 430,- DM). Die C-10K mit einer 545-mm-Mensur (ca. 510,- DM) ist aus Mahagoni gefertigt und besitzt eine massive Zederndecke. Desweiteren findet sich die AC-25-63 (480,- DM) mit einer 630-mm-Mensur im Katalog. Für den Neueinsteiger mit kleinem Geldbeutel wurde die Ariana-Serie konzipiert: Vier Modelle in der Preislage von ca. 210,- DM bis 270,- DM sind dort gelistet.

Blanton (Messe 30, Blanton-Mandolinen)

In Korea wird eine günstige Steelstring- und Mandolinen-Gitarrenlinie unter dem Namen Blanton gebaut und künftig auch in Deutschland vertrieben (Heselschwerdt Musikinstrumente). In der Preisspanne von ca. 870,- DM bis 1.600,- DM bieten sich verschiedene Instrumente mit massiven Fichtendecken bzw. vollmassive Gitarren an. Kostenpunkt bei den Mandolinen: ca. 575,- DM bis 875,- DM. Ein hochwertiges vollmassives Instrument (F-Modell) wird außerdem für ca.1.980,- DM angeboten.

Bryk (Messe 12, Bryk-Pickup)

Ergänzt wurde das Sortiment der hochwertigen elektromagnetischen Bryk-Pickups mit eingebautem Kondensatormikrofon plus Klangregelung um ein Modell speziell für Resonatorgitarren. Das System wird ca. 650,- DM kosten.

Camps (Messe 21, Camps)

Waren bislang die spanischen Camps-Konzertgitarren ausschließlich mit (massiver) Zederndecke erhältlich, so gibt es jetzt zudem eine Auswahl von Instrumenten mit Fichtendecke. Die elektroakustischen Klassikgitarren werden ab sofort mit Fishman Pickup-/Preampsystemen ausgestattet. Maestro Camps war höchstselbst am Stand des deutschen Importeurs anwesend, um die Neuigkeiten kundzutun.

Dommenget

In Hamburg ist der Gitarrenbauer Boris Dommenget ansässig, der einst seine Ausbildung bei der Firma Hopf machte und nun seit Jahren exklusive Einzelanfertigungen und kompetente Serviceleistungen für andere Marken anbietet. Eine rein akustische Jazzgitarre war das Prachtstück an seinem Stand - eine Archtop nach amerikanischem Vorbild, ausgestattet mit exklusiven Verzierungen und in feinster Holzqualität.

Epiphone

Ein günstiges Einsteigermodell wird von Epiphone mit der Bezeichnung PR-100 (ca. 420,- DM) angeboten. Es handelt sich dabei um eine aus Mahagoni gebaute, mit einer Fichtendecke versehene Dreadnought-Gitarre, die mit verchromten Mechaniken ausgestattet ist. Das gleiche Instrument - komplett aus Mahagoni - soll etwa 380,- DM kosten. Etwas kostspieliger ist die Neuauflage der Gibson J-160 „John Lennon" (ca. 2.200,- DM), die bei Epiphone in Lizenz gefertigt wird. Sie besitzt eine massive Fichtendecke und kommt mit dem typischen Magnet-Pickup am Halsende. Optisch großzügig verziert zeigt sich die Caballero (ca. 2.540,- DM), eine elektroakustische Jumbo-Gitarre mit rundem Cutaway und einem Shadow-Piezo-Pickup plus Preamp, inklusive eines parametrischen Equalizers. Dieses Instrument ist aus geflammtem Ahorn gebaut. Resonator-Freunden mit nicht ganz so üppigem Geldbeutel werden künftig zwei interessante (Holz-)Modelle angeboten: Die Resophonic Round Neck (ca. 990,- DM) und die Resophonic Square Neck (ca. 1.060,- DM) mit recht authentischen Features.

Framus

Eine ganz neue Reihe Dreadnought-Akustikgitarren stellte Framus vor: Das Modell FM 20 S ist als sechssaitige (ca. 810,- DM) wie auch als zwölfsaitige Gitarre (ca. 895,- DM) erhältlich und ist, wie die Modelle FM 50 S (ca. 1.395,- DM) und FM 60 S (1.595,- DM), mit einer massiven Fichtendecke ausgestattet. Exklusiv wird es bei der FM 80 S (ca. 1.790,- DM) und der FM 100 S (1.990,- DM), die mit einem massiven Mahagoniboden (FM 100 S = massives Palisander), einem Palisandergriffbrett und einem Ahornbinding geliefert werden. Die Gitarren werden (außer der FM 20 S) in Japan in kleiner Auflage und in Handarbeit hergestellt, sind in einem Natur-Satin-Finish lackiert und zeichnen sich durch eine hohe Fertigungsqualität aus. Gegen Aufpreis wird ein Fishman Matrix-Professional-Pickup-Preamp-System ab Werk eingebaut und ferner gibt es die Option des Cutaways. Abgerundet wird die Palette mit den Top-Of-The-Line-Modellen FM 250 (ca. 5.130,- DM) und FM 300 C (ca. 6.380,- DM) in komplett massiver Bauweise in einer Hochglanz-Nitrolackierung, mit einem Ebenholzgriffbrett inklusive „Schneeflocken"(Snowflake)-Einlagen. Zu allen Instrumenten ist ein professioneller Formkoffer lieferbar.

Eine neuer Verstärker bereichert ab sofort die Familie der Framus Acoustifier-Linie: Der „Clubmaster" ist ein zweikanaliger Combo mit getrennter Klangregelung für jeden Kanal (4-Band und 3-Band). Der Amp ist mit einer Vielzahl von Ausstattungsdetails bedacht worden (Clip-Anzeigen, Notch-Filter, Phasen-Umkehr- und Contourschalter, semiparametrische Mittenregelung, zwei Stereo-Effektwege, umfangreiche Anschlußmöglichkeiten etc.) und wird etwa 2.600,- DM kosten.

Freshwater

Eine neue Flachmandoline in vollmassiver Bauweise wurde auf der Messe vorgestellt: Boden und Zargen sind aus Walnuß oder amerikanischer Kirsche, die Decke besteht aus Fichtenholz. Angeboten wird das Instrument für ca. 1.100,- DM.

Gibson (Messe 17, Gibson CL-Dreadnoughts und Hist. Line J-200)

„Custom Acoustic Line" heißt eine neue Linie der Traditionsmarke Gibson, die auf der Messe nicht ohne die US-typischen markigen Werbesprüche („A new century of sound has begun") vorgestellt wurde. Allen Modellen gemeinsam ist ein 50er-Jahre-Body-Design, ein schlanker Hals, ein neu entworfenes Schlagbrett, eine neue Brücke, ein Custom-Line Fishman-Pickup und eine Abalone Schalloch-Rosette. Beginnend am unteren Ende der Preisliste ist das Modell CL-10 (ca. 2.790,- DM) aufgeführt. Dabei handelt es sich um eine elektroakustische Dreadnought mit gewölbtem Mahagoniboden plus massiver Fichtendecke. Vergleichbar, aber mit speziell ausgesuchten Hölzern und umfangreicheren Abalone-Verzierungen versehen, ist die CL-20 (ca. 3.200,- DM). Das Luxusmodell dieser Dreadnought ist die CL-50 Supreme (ca. 7.900,- DM), die sich durch besonders edle Massivhölzer und exquisite optische Dreingaben auszeichnet.

Eine Thin-Body-Elektroakustik (Jumbo-Größe) mit rundem Cutaway, einem gewölbten Ahornboden, massiven Ahornzargen und einer massiven Decke aus Fichte nennt sich EC-10 Standard (ca. 3.290,- DM). Der Preamp dieses Instrumentes ermöglicht mit einer vierbandigen Klangregelung umfangreiche Soundkorrekturen. Noch exklusiver wird es mit der EC-20 Starburst (ca. 3.990,- DM), die mit einem aufwendigeren Preamp-System und einer Vielzahl von Perlmutteinlagen ausgestattet ist. Top-Modell der Reihe ist die EC-30 Blues King Electro (ca. 4.750,- DM) im Naturfinish. Die letzte Meldung wird vor allem die Vintage-Freunde erfreuen: Gibson bringt eine Reihe mit originalgetreuen Nachbildungen verschiedener Klassikermodelle (Historic Line) in limitierter Auflage. Die Serie beinhaltet: eine 1950s Super Jumbo 200, eine 1960s Dove, eine 136 Advanced Jumbo, eine Early ’60s Hummingbird, eine ’60s J-180 und eine Early J-45, zu Preisen die noch deutlich unter denen der Vintage-Modelle liegen.

Godin (Messe 1, Godin A-6)

Der Nachfolger der erfolgreichen „Acousticaster" heißt A-6 (1.750,- DM). Diese elektroakustische Profigitarre verfügt nicht mehr über den bekannten „Harfen-Mechanismus" der Acousticaster, sondern besitzt einen massiven Ahornkorpus mit Zweikammer-System plus einer Fichtendecke. Weiter verwendet wird das bewährte L.R. Baggs 3-D-Pickupsystem mit aktivem 3-Band-EQ. Ebenfalls neu konzipiert ist die ACS-Nylonstring (1.990,- DM), welche langfristig das Modell „Multiac" ersetzen soll. Auch in diesem Fall wird ein massiver Korpus (Linde plus Ahorndecke) verwendet, um das Tracking (Ansprache) in Verbindung mit dem Gitarrensynthesizer zu optimieren.

Goodall (Messe 19, Goodall)

State-of-the-Art-Gitarren der Luxusklasse sind das Metier des hawaiianischen Gitarrenbauers James Goodall. Goodall ist immer noch ein Geheimtip in der Szene, wenngleich er schon 1972 seine erste Werkstatt in Kalifornien eröffnete - einer seiner (damals noch nicht so prominenten) Angestellten hieß übrigens Bob Taylor! In einer kleinen Auflage baut Goodall heute seine Edelinstrumente, die ab sofort auch über einen deutschen Vertrieb (Musik Aktiv) in sehr kleinen Stückzahlen erhältlich sind. Jumbo- und Dreadnoughtformen (Serien: Standard, Grand Concert, Jumbo, mit und ohne Cutaway) verwendet er dabei am häufigsten, wobei nur die allerfeinsten Zutaten zur Verwendung kommen - allen voran natürlich das auf Hawaii geschlagene Koa-Holz, welches starken Schlag- und Ausfuhrbeschränkungen unterlegen ist. Kunststoffteile sind im übrigen bei Goodall-Instrumenten überhaupt nicht auszumachen - dafür kostet das günstigste Instrument bereits ca. 5.760,- DM.

Gore

Zu einer kleinen Sensation auf dem Sektor Stahlsaiten/E-Gitarrensaiten könnte sich ein Produkt der amerikanischen Firma Gore entwickeln: Das Unternehmen, das sich durch seine wasserdichte und atmungsaktive Textilfaser Gore-Tex bekanntgemacht hatte, stellt nun auch Gitarrensaiten mit einer hauchdünnen Ummantelung her, die bewirkt, daß die Saite vor Schweiß, Fett und Verunreinigung geschützt ist. Beim Ausprobieren eines Testsatzes von AKUSTIK-GITARRE-Mitarbeitern wurde festgestellt, daß die Saiten tatsächlich über eine extrem lange Lebensdauer verfügen, ohne daß Klangeinbußen durch die Beschichtung konstatiert werden konnten. Die Gore-Saiten mit der Bezeichnung „Elixier" sollen in Kürze in drei verschiedenen Stärken (010er, 012er, 013er Sätze) angeboten werden.

Gottschall (Messe 27) Gottschall

Die außergewöhnliche Gitarrenfamilie des Peter Gottschall hat Zuwachs bekommen: Ein kleines, aber lautes Holzbanjo wurde geboren, das natürlich sämtliche Merkmale der sechssaitigen Eltern vererbt bekam - allen voran die Schallochöffnung in der oberen Zarge („Funnelbody"). In einer der nächsten Ausgaben wollen wir uns in Form eines Tests einmal intensiv mit dem Konzept der Gottschall-Instrumente beschäftigen.

Guild (Messe 26, Guild D-30)

Wiederaufgelegt wird jetzt ein Guild-Klassiker: die D-30 Dreadnought (ab ca. 3.095,- DM, inkl. Koffer). Die Gitarre besitzt einen Body aus Riegelahorn mit gewölbtem Boden und massiven Zargen in Hochglanzpolitur. Dieses Modell ist auch in einer elektroakustischen Version und in Linkshänderausführung erhältlich. Ganz neu ist das Dreadnought-Modell DCE-1-HG (ca. 2.836,- DM). Dabei handelt es sich um eine Elektroakustik mit abgerundetem Cutaway. Dieses Instrument verfügt über einen Mahagonikorpus mit gewölbtem Boden und eine massive Fichtendecke.

„Custom Shop" heißt das Zauberwort nun auch bei Guild. Einen solchen hat man nämlich unlängst in Nashville eingerichtet; geleitet wird er von Gitarrenbauer Tim Shaw. Und der wiederum arbeitete vormals bei Gibson. Mit drei neuen Modell wurde schließlich die Custom-Shop-Palette gestartet: zum einen mit der hochdekorativen 45th Anniversary (ca. 9.958,- DM), einer extrem gemaserten F-30-Nachbildung (Small Body) aus massivem Ahorn plus massiver Fichtendecke, zum 45jährigen Geburtstag von Guild, denn der war im Jahre 1952. Über eine ebenfalls sehr ansprechende Optik verfügen die beiden anderen Instrumente (beides Dreadnoughts), die in Handarbeit und kleinsten Auflagen hergestellt werden: Modell „Deco" (ca. 7.745,- DM) macht seinem Namen durch hübsche Perlmuttverzierungen in Griffbrett und Korpus alle Ehre, und Schwester „Finesse" (ca. 5.975,- DM) kommt zwar vergleichsweise schlicht, aber aus allerfeinsten Massivhölzern gebaut auf den Ladentisch.

Hoyer (Messe 9, Hoyer)

Er ist wieder da, der Traditionsname aus deutschen Landen: Hoyer, inzwischen nach Fernost verlagert, zeigte eine umfangreiche Kollektion neuer Steel- und Nylonstring-Gitarren, die in Deutschland beim Importeur Pellarin entworfen wurden. Ein Großteil der Modelle sind reine Westerngitarren (ohne Pickupsystem), und die beginnen im Preis bei etwa 425,- DM für das Dreadnought-Modell HD-20 (Mahagonikorpus/Fichtendecke). Dieses Instrument wird, wie sechs weitere Dreadnoughts (bis ca. 790,- DM), in Korea gefertigt. Zwei hochwertige Varianten, die HD 220 S (ca. 980,- DM) und die HD 230 S (ca. 1.600,- DM), stammen hingegen aus japanischer Produktion und sind mit massiven Fichtendecken ausgestattet. Desweiteren sind ein Jumbo-Modell (ca. 755,- DM) und eine Grand Concert (ca. 820,- DM) mit massiven Decken im Katalog aufgeführt. Abgerundet wird das Hoyer Steelstring-Sortiment mit vier elektroakustischen Gitarren, davon drei Dreadnoughts mit Cutaway (ca. 755,- DM bis 1.130,- DM) und eine Jumbo-Form (1.075,- DM), die allesamt mit dem neuen Fishman „Prefix"- bzw. „Prefix Plus"-Preampsystem ausgestattet sind, sowie zwei Resonator-Gitarren aus Natoholz, mit und ohne Cutaway (ca. 810,- DM/830,- DM). Aus einer spanischen Werkstatt kommen die Hoyer-Klassikgitarren, die direkt in der mittleren Preisklasse (ca. 960,- DM) ansetzen: Die HC 100 wird mit einem Palisanderkorpus, Zedernhals und einer massiven Zedern- bzw. Fichtendecke geliefert. Interessant erscheint auch ein „Senorita"-Modell mit einer 636-mm-Mensur, ebenfalls aus Palisander/massiver Zeder zum Preis von ca. 1.200,- DM. Die Solisten-Gitarren HC-200 und HC-200 A sind vollmassive Instrumente und liegen bei ca. 2.000,- DM - erhältlich auch als Elektroakustik, mit eingebautem L.R.-Baggs-System (ca. 2.680,- DM).

Ibanez

Zwei komplett neu entworfene Serien stellte Ibanez vor, die auf den zur Zeit anhaltenden Bedarf nach Instrumenten mit kleinem Korpus bzw. nach Vintage-Modellen abgestimmt sind: „Grand Auditorium" nennt sich die eine Linie, in der sich ein akustisches Modell (AG-200, Mahagonikorpus, massive Fichtendecke, Cutaway, ca. 1.140,- DM) und zwei elektroakustische Gitarren finden. So die AG 200 ELG, mit gleicher Ausstattung wie die gerade genannte (plus Pickup-Preamp-System AEQ-3V), die ca. 1.380,- DM kosten wird, sowie das Topmodell AG-600 ENT aus Palisander/massiver Fichtendecke inklusive eines Fishman Matrix-Pickups für etwa 1.770,- DM. Ebenfalls sehr interessant dürfte die Vintage-Serie sein. Dabei bezieht man sich auf die eigene Tradition und stellt verschiedene Jumbo- und Dreadnought-Gitarren wieder vor, die jahrelang nicht im Ibanez-Katalog gelistet waren. Die Preise für die Gitarren der V-Serie liegen bei etwa 777,- DM bis 950,- DM.

Keller (Messe 19, Keller)

In der gehobenen Klasse der Konzertgitarren anzusiedeln ist die Neuerscheinung von Keller: Das Modell „JK-90" (ca. 2.700,- DM) wird komplett von Hand gebaut, ein massiver Korpus mit einer massiven Zederndecke sind die Grundzutaten, Sattel und Steg bestehen aus Knochen.

LAG (Messe 24, LAG)

Bislang nur als Hersteller für hochwertige E-Gitarren bekannt, gibt es von der französischen Manufaktur LAG nun auch zwei akustische Jumbos: Das Modell „Mahogany" (ca. 1.395,- DM inkl. Koffer) ist - wie sollte es anders sein - aus Mahagoni gebaut, besitzt eine massive rote Zederndecke und ein Ebenholzgriffbrett. Die Gitarre ist auch in einer elektroakustischen Version inklusive des neuen Fishman „Blender"-Systems zu erwerben - kommt in diesem Fall mit einem Cutaway (ca. 1.895,- DM inkl. Koffer). Eine weitere Gitarre mit den gleichen Attributen wird ebenfalls in zwei Ausführungen angeboten und nennt sich „Rosewood" (ca.1.495,- DM in der akustischen und 1.995,- DM in der elektroakustischen Version, jeweils mit Koffer). Dort wurde Palisander als Korpusholz verwendet.

Lakewood (Messe 32, Lakewood A-50 14-Bund)

Für druckvolles Rhythmusgitarrenspiel mit einer großen Tragfähigkeit wurde die neue Jumbo-Serie (ca. 2.500,- DM bis 5.300,- DM) von Lakewood konzipiert. Angeboten wird diese Gitarre in insgesamt sieben Holzkombinationen (generell vollmassive Bauweise, Ebenholzgriffbrett, Fichtendecke) und in unterschiedlichen Ausführungen (Matt- und Hochglanzlackierung, sechs- oder zwölfsaitig, mit oder ohne Cutaway/Pickupsystem, Custom-Shop-Optionen). Das Modell Auditorium (2.500,- DM bis 5.300,- DM) gibt es nun auch als 14-Bund-Variante: Das handliche Instrument ist in der 12-Bund-Version besonders bei Klassikgitarristen beliebt, die neue Ausführung soll mit der gleichen Klangsubstanz aufwarten können. Die exklusiven Lakewood High-End-Modelle der Reihe 46-54 sind mit verschiedenen Details aufgewertet worden: Handgearbeitete Schallochverzierungen aus Edelhölzern und Abalone finden sich dort ebenso wie Korpusbindings aus Abalone und verzierte Kopfplatten. Das Beleistungssystem ist individuell abgestimmt und erlaubt verschiedene klangliche Gewichtungen. Bei den Pickups gibt es künftig eine Alternative zu dem Lakewood MK-3-System: Der natürlich klingende L.R. Baggs Ribbon-Transducer wird mit einer dezent am Schalloch zu montierenden Regeleinheit geliefert - es muß also nicht gefräst werden, was wiederum Besitzern von exklusiven Gitarren gefallen wird.

Launhardt & Kobs (Messe 5, Launhardt & Kobs)

Ausschließlich massive Tonhölzer verwendet die Meisterwerkstatt Launhardt und Kobs für ihre Konzertgitarrenlinie: zwei „Student-Models" (ab 1.980,- DM), eine Solistengitarre (ab ca. 6000,- DM), ein Jugendstilmodell wie auch die Westerngitarren (ab 1.980,- DM) und die Akustikbässe (ab 3.600,- DM). Neu im Programm sind eine Mandoline in portugiesischer Bauweise (1.650,- DM) und eine Jazzgitarre in fünf verschiedenen Ausführungen. Die günstigen Archtop-Modelle FS-1 (2.850,- DM), FS-2 (3.350,- DM) und FS-3 (4.800,- DM) besitzen eine gepreßte (massive, aber nicht geschnitzte) Fichtendecke und einen ebensolchen Ahornboden (Ausnahme: FS-1, furnierter Ahornboden), einen Attila-Zoller- oder EMG-Pickup, während die Modelle FS-4 (7.800,- DM) und FS-5 (9.600,- DM) mit geschnitzten Hölzern und einem Gibson-Pickup ausgestattet sind.

Larrivée (Messe 3, Larrivée D-03)

Mit der D-03 (1990,- DM inkl. Koffer) bietet der kanadische Edel-Gitarrenbauer Jean Larrivée eine preisgünstige Alternative zu seinen exklusiven Einzelanfertigungen. Im Gegensatz zu den normalerweise hochglanzlackierten Instrumenten kommt diese Dreadnought-Konstruktion (auch als OM-Form lieferbar) in einer Mattlackierung. Auf eine luxuriöse optische Ausstattung wurde in diesem Fall verzichtet, dennoch soll an der Qualität nicht gespart werden: Der Korpus besteht aus massivem Mahagoni plus einer massiven Fichtendecke (auch als Engelman-Decke ohne Aufpreis erhältlich), Griffbrett und Bridge sind aus Ebenholz, und der Hals ist per Schwalbenschwanz-Verbindung an den Body geleimt.

Lowden (Messe 25, Lowden Fensterkopf)

Ab sofort werden alle Gitarren der 35er „Premier"-Serie optional auch mit einem exklusiven „Slotted Headstock" (ausgestochene Fensterkopfplatte) geliefert.

Martin (Messe 23, Martin 00-16DB)

Von Frauen für Frauen wurde ein neues Gitarrenmodell mit einer Dreadnought-Tiefe und einer verkleinerten Bodyform konzipiert: Die 00-16 DB (ca. 4.500,- DM) - natürlich auch für die Herren der Schöpfung ein Thema - ist aus massivem Mahagoni gebaut und kommt mit einer massiven Fichtendecke. Nur noch in diesem Jahr ausgeliefert werden zwei „specially designed limited Edition"-Gitarren mit der Bezeichnung CEO-1 (ca. 5.900,- DM) und CEO-1R (ca. 6.300,- DM). Aber historisch interessierte Sammler hat man nicht aus dem Auge verloren: Für sie interessant wird die originale Neuauflage (100 Exemplare) einer historischen Stauffer-Parlor-Gitarre. Außerdem ist eine Neuauflage der D-28KT Dreadnought angekündigt, wie sie von dem „Kingston-Trio" gespielt wird. Ein Sammlertraum bleiben wird vermutlich auch die 000-45 JR „Jimmy Rodgers", eine Replika seines „Blue-Yodel-Model" - natürlich wird auch hier in „Limited Edition" gejodelt. Und zu guter Letzt ließ sich auch Paul Simon ein Lieblingswerkzeug auf den Leib schneidern. Herausgekommen ist dabei eine sehr schöne OM-42 PS, aus feinsten Materialien gefertigt und insgesamt 500 mal produziert.

Pablo Martinez

Das Sortiment des spanischen Konzertgitarrenherstellers wurde um ein vollmassives Instrument ergänzt: Die „Sinfonia PM-92" ist mit einem Mahagonikorpus, einer Zederndecke und einem Ebenholzgriffbrett versehen und wird laut Vertrieb knapp über 1.000,- DM kosten. Die bereits bekannte und bewährte „PM-20 Valenzia" wird außerdem in einer Ausführung mit dem Fishman Matrix Professional Pickup-Preamp-System angeboten. Der Preis wird dabei unter 1.000,- DM liegen.

Polytone (Messe 22, Polytone Baßtonabnehmer)

George Benson hat diesen Verstärker auf seinem Erfolgsalbum „Breezin’" verwendet: Das „Formerly George Benson Model" (Presse-Info) ist ein (Jazzgitarren-)Verstärker inklusive zweier im 30°-Winkel eingebauter 12"-Lautsprecher mit einer Leistung von 140 Watt RMS. Der Combo verfügt u.a. über zwei Kanäle und eine Hammond-Hallspirale. Ganz neu ist der „Mega Brain" (ca. 1.590,- DM), ein für Polytone eher untypisches Gitarrenverstärker-Topteil. Der Amp ist besonders leicht und kompakt gebaut, so daß er bequem in einer speziellen Tasche transportiert werden kann - er besitzt aber die stattliche Leistung von 100 Watt RMS und ist mit zwei Kanälen ausgestattet.

Ein neues 2-Weg-Pickupsystem für Akustikbässe wurde von Polytone entwickelt und auf der Messe gezeigt: Das Stereosystem (ca. 795,- DM) mißt die Schwingungen an der Brücke (vergleichbar mit einem Piezo), und ein Mikro überträgt den Ton. Mit einem Y-Kabel können die beiden Signale getrennt und auf verschiedene Eingänge des Mischpultes geschickt werden. Mit einem Anti-Feedback-Schalter werden Frequenzen unterdrückt, die für Rückkopplungen verantwortlich sind.

Norman/Fishman (Messe 2, Norman-Gitarren + Messe 6, Fishman Prefix)

Komplett überarbeitet wurden die Norman Equalizer-Modelle. Wahlweise werden die Linien B-20 (ab 1.200,- DM), ST-40 (ab 1.200,- DM) und ST 68 (2.400,- DM) mit dem Fishman „Prefix"- oder dem „Prefix-Blender"-Preampsystem ausgestattet (Preise inklusive Preamp). Das Vorverstärker-Bedienelement des „Prefix" beinhaltet u.a. eine vierbandige Klangregelung mit Contour-Regler Frequenzwahl und einer sogenannten „Subbaß-Trimmung" und besitzt - sehr bedienerfreundlich - ein von außen zugängliches Batteriefach, welches durch einen einfachen 180°-Schwenk des kompletten Systems erreicht wird. Ebenso konstruiert, aber mit einem zusätzlichen Kondensatormikrofon ausgestattet ist der „Prefix-Blender". Über einen Schieberegler kann das Mixverhältnis von Piezo-Pickup und Mikro bestimmt werden, und ein Notch-Filter eliminiert unerwünschte Tiefmitten im Bereich von 50-500 HZ (stufenlos regelbar), die zu den Mitverursachern von Rückkopplungen gehören.

Ovation (Messe 15, Ovation)

Neben der Ovation-untypischen, aber sehr interessanten Collector’s ’97 (siehe Testbericht in dieser Ausgabe) wurde eine „Luxusversion" der „Elite" mit der Bezeichnung „Custom-Elite" (ca. 4.290,- DM) ausgestellt. Ihre Features sind: eine massive Sitka-Fichtendecke der Güteklasse AAA, Abalone-Einlagen im Korpusbinding und Griffbrett, der „Optima"-Vorverstärker inklusive Notch-Filter/Stimmgerät und ein Cutaway-Korpus (tief bzw. superflach)mit Black-Cherryburst-Lackierung. Neuerdings ist auch die „Elite Standard" (ca. 3.050,- DM) in dem „Schwarzkirschsunburst"-Farbton mit den fünfteiligen Holz-Epauletten als Schallochverzierung erhältlich. Einer kosmetischen Kur unterzogen wurde das Modell „Standard Balladeer" (ca. 2.250,- DM): es wird ebenfalls in cherry blackburst, darüber hinaus in einem Naturfinish erhältlich sein. Die beiden letztgenannten Gitarren sind jeweils mit dem OP24-plus-Preamp ausgerüstet.

Ramirez (Messe 4, Ramirez)

Im Vertrieb von Pro Arte sind die spanischen Ramirez-Konzertgitarren. Zwei Schülergitarren und zwei Konzertmodelle finden sich dort im Programm. Allen Modellen gemeinsam sind eine massive rote Zederndecke und ein Ebenholzgriffbrett. Modell 1E (ca.1.720,- DM) ist mit einem Mahagonikorpus ausgestattet, während bei der Ausführung 2E (ca. 2.100,- DM) an gleicher Stelle indisches Palisander verwendet wird. Die Modelle 3E (ca. 3.700,- DM) und 4E (ca. 4.900,- DM) werden mit einem massiven Korpus aus indischem Palisander gefertigt. Außerdem wird eine günstige „R"-Serie (ab 1440,- DM) angeboten.

Manuel Rodriguez (Messe 16, Rodriguez „Rio")

Das von Rodriguez Senior gebaute Spitzenmodell aus brasilianischem Palisander wurde bislang zu einem (eher unerschwinglichen) Preis von rund 30.000,- DM angeboten. Die gleiche Optik bekommt nun eine günstigere Meistergitarre spendiert, wobei das edle Riopalisander als Furnier benutzt wurde. Auch diese Gitarre wird es nur in geringen Stückzahlen geben. Sohnemann Manuel Rodriguez teilte mit, daß künftig jedes Modell aus der Manufaktur mit einer individuellen Deckenbeleistung versehen wird, was eine genaue Abstimmung der Klangfarbe und -charakteristik zur Folge hat. Außerdem wurden neue Schalloch- und Randeinlagen vorgestellt. Geändert wurde darüber hinaus das Lackierverfahren der Rodriguez-Gitarren: In speziellen Lackierkammern werden neue Lacke verwendet, die zwischen jedem Lackierschritt geschliffen werden. Durch dieses aufwendinge Verfahren soll ermöglicht werden, daß der Lack um rund ein Drittel dünner ausfällt, den gleichen Schutz bietet, jedoch eine bessere Klangentfaltung ermöglicht.

Seagull/L.R. Baggs (Messe 13, R. Godin mit der „Grand" & Messe 14, L.R. Baggs)

Kein geringerer als der Wahlamerikaner Peppino D’Agostino, assistiert von Gitarrenbauer Robert Godin, stellte in Frankfurt die kanadischen Seagull-Neuheiten bei einem Messe-Kur(z)konzert vor: So etwa das „Damenmodell" Grand (ca. 820,- DM) mit seinem handlichen New-York-Korpus, einem Body aus amerikanischer Wildkirsche und einer massiven Zederndecke. Bei dem Modell S-6 Micro EQ (ca. 1.190,- DM) handelt es sich um die elektrifizierte Version der bekannten Dreadnought S-6. Dort wurde ein L.R. Baggs Tonabnehmer/Vorverstärkersystem implantiert - erhältlich auch als Cutaway-Version (ca. 1.460,- DM). Ebenfalls brandneu ist die Duet-II-Serie (ca. 1.690,- DM bis 2.736,- DM), bei der wiederum die S-6 die Grundlage für verschiedene Ausführungen bildet. Alle Modelle (Mahagonikorpus, auch in massiver Ausführung, massives Palisander, Cutaway- und 12-String-Modelle) werden dabei mit dem neuen L.R. Baggs Duet-II-System ausgestattet. Dabei handelt es sich um die Weiterentwicklung des vielverwendeten „Duet". Ein eingebauter Ribbon-Transducer (Folien-Stegeinlage) und ein Kondensatormikrofon können dabei über einen Mixregler kombiniert werden. Ebenso ist es möglich, die beiden Signale über ein Y-Kabel aufzusplitten und in zwei verschiedene Verstärker zu schicken. Der dreibandige Equalizer dient überdies zur effektiven Klangregelung. Das Duet-II-System ist auch separat zu bestellen (ca. 695,- DM).

Schlemper (Messe 11, Schlemper)

Ein neues, optisch schlichtes Konzertgitarrenmodell präsentierte Stephan Schlemper auf seinem Stand: „Ebanista" (ca. 4.985,- DM) heißt die vollmassive Kreation, die laut Schlemper über ein ausgeprägt starkes Baßfundament verfügen soll. Der Korpus besteht in diesem Fall aus ostindischem Palisander, die Decke ist wahlweise aus Zeder oder Fichte gefertigt. Interessant und außergewöhnlich ist die Verwendung eines doppelten Steges, der eine besonders schnelle Ansprache ermöglichen soll. Eine günstigere Variante der Ebanista wird mit dem Modell „La Económica" (ca. 2.985,- DM) angeboten. In diesem Fall besteht der Korpus aus Kirsche. Alle Schlemper-Gitarren werden mit einer Schellack-Politur behandelt (Ausnahme „Ebanista", Nitrozellulose) und sind in verschiedenen Mensuren (Mensur = vereinfacht, Saitenlänge, Halslänge) lieferbar.

Solitude

Unter dem Markennamen „Solitude" läßt Kieffer’s Musik in Mannheim drei verschiedene akustische Jazzgitarren bauen: Günstigstes Modell ist die AJ-5 (ca. 2.250,- DM) aus Ahorn mit einer massiven Fichtendecke. Komplett massiv ist hingegen die AJ-7, die etwa 2.995,- DM kosten wird. Das Topmodell mit diversen optischenVerfeinerungen soll für etwa 4.500,- DM zu erstehen sein. Gebaut werden alle Gitarren übrigens bei Launhardt & Kobs in Wetzlar.

Takamine (Messe 18, Takamine: links TAFP 340S, rechts TAFP 360 SC)

Neue Dreadnoughts aus japanischer Fertigung wurden vorgestellt: so die TA-FP 340 S (ca. 1.990,- DM) in traditionellem Design und konventioneller Bauweise, ausgestattet mit dem hochwertigen Accuracoustic Preamp. Bruce Springsteen und Steve Wariner bedienen sich der TA-EF 341 BC (ca. 2.070,- DM), die deswegen auch zum gemeinsamen Signature-Modell avancierte. Die schwarz lackierte Dreadnought ist mit einem neu entwickelten Takamine Preamp Graph-EX ausgestattet und als Cutaway-Gitarre konzipiert. Einen ebensolchen Body-Einschnitt besitzt die TA-FP 360 SC (ca. 2.360,- DM) - gemeinhin das Lieblingsspielzeug von „The Who"-Haudegen und Erfinder des „Windmühlen-Strummings" Pete Townsend. Der schwört auf das Accuracoustic-System, daher die Verwendung bei dieser Signature-Gitarre. Zwölfsaitig kommt die TA-FP 400 S (ca. 2.260,- DM) in einer naturfarbenen Lackierung und ebenfalls mit dem Accuracoustic-Preamp. Allen Instrumenten gemeinsam ist die Verwendung des von Takamine entwickelten „Unique Palathetic Pickup", der über sechs einzelne Piezo-Tonabnehmer verfügt und unter der Stegeinlage eingesetzt ist. Die Preise verstehen sich inklusive eines Takamine-Koffers.

Taylor (Messe 28, Taylor 420 PL)

Prunkvoll schaut sie drein, die „Kathy Mattea" Signature-Gitarre, eine schwarz lackierte 612 mit üppigen Perlmutteinlagen im Griffbrett und einem Body aus Ahorn. Ungewohnt farbenprächtig ging es desweiteren am Taylor-Stand zu: Die komplette 600er-Serie wird künftig sowohl in Rot, Amber und naturfarben angeboten, dies u.a. in einer „Stained"-Lackierung, die einen leichten Marmor-Effekt offeriert. Brandneu ist außerdem das „Leo-Kottke-Model" in einer sechssaitigen Ausführung. Diese Gitarre besitzt die gleiche Korpusform wie die bekannte zwölfsaitige „Kottke"-Taylor, die bereits seit einiger Zeit erfolgreich bei Taylor angeboten wird. In einer kleinen Auflage wird es künftig das bekannte 420er-Modell von Taylor in einer Version aus (massivem) Palisander geben - diese Dreadnought wurde zuvor ausschließlich in Ahorn und Mahagoni gefertigt.

Tennessee (Messe 7, Tennessee)

Um einige neue Modelle wurde das Tennessee-Westerngitarrenprogramm erweitert: Die Dreadnought-Konstruktion A-2 (ab 508,- DM) richtet sich vornehmlich an den Einsteiger oder Gelegenheitsmusiker. Die Gitarre besitzt einen Mahagonikorpus, einen Mahagonihals plus Palisandergriffbrett mit soliden, verchromten Diecast-Mechaniken und wird in zwei verschiedenen Lackierungen angeboten (Hochglanz-cherry-rot und Hochglanz-sunburst). Vergleichbar sind die N-2, jedoch mit massiver Fichtendecke (ca. 775,- DM), und eine vollmassive Dreadnought (N-10 AS) im naturfarbenen Seidenmatt-Finish (1052,- DM). Ferner werden ein OM-Modell (ca. 809,- DM) mit massiver Fichtendecke und eine Jumbo (keine Preisangabe) angeboten.

Washburn (Messe 8, Washburn OM-Modell Koa)

Ein neuer Vertrieb für alle Washburn-Instrumente (Soundware Audio) präsentierte die Messe-Neuheiten. So wird es künftig eine in Fernost gefertigte Dreadnought D-20 aus hawaiianischem Koa geben, die zum Preis von ca. 1.199,- DM angeboten wird. Außerdem bekommt die US-Linie Zuwachs mit der D-47 SK „Navajo-N", ebenfalls eine Dreadnought aus massivem Ahorn mit einer massiven Fichtendecke (ca. 2.849,- DM). Desweiteren ist eine neue Archtop-Reihe angekündigt, die sich im Preisbereich von ca. 1.499,- DM bis 6.999,- DM bewegen wird.

Yamaha (Messe 10, Yamaha APX 10 A)

Prunkstuck am Yamaha-Stand war wohl die limitierte Ausführung der APX-97 (ca. 2.590,- DM) als Jubiläumsmodell (20 Jahre Yamaha Elektroakustik): Im strahlendweißen Syncamore-Body einer ebenso lackierten massiven Fichtendecke leuchtet dieses APX-Topmodell, das außerdem mit einer Fülle von Griffbrett- und Headstockintarsien aus Perlmutt bedacht wurde. Fast ebenso auffällig: die neue APX-10 A (ca. 1.890,- DM). Sie ist bis auf das spektakuläre Äußere baugleich mit der APX 97, verfügt somit auch über das Yamaha 2-Weg-Pickupsystem, inklusive Dreiband-Klangregelung mit parametrischer Mittensteuerung. Lieferbar ist die Gitarre außerdem als APX 10 LA in einer Linkshänderversion (1.890,- DM). Ein wenig günstiger ist die APX-8A (ca. 1.590,- DM) mit einem Korpus aus Ovangkol plus Fichtendecke, aber gleicher elektronischer Ausstattung. Ein elektroakustisches Nylonstring-Topmodell wurde außerdem mit der APX-10 NA (ca. 1.690,- DM) vorgestellt. Als Korpusholz dient in diesem Fall afrikanisches Mahagoni, die Decke ist aus Zeder und das Griffbrett aus Ebenholz gefertigt. Eine konventionelle (preisgünstige) Klassikgitarre gibt es außerdem mit dem Modell CG 115 E (ca. 690,- DM). Komplett aus Nato plus Fichtendecke gebaut, verfügt dieses Instrument über einen Piezo-Pickup/Preampsystem mit umfangreichen Regelmöglichkeiten.