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Von Stefan Kornherr

Eigentlich hat man gut und genug geübt, das Repertoire ist umfangreich und die Gig–Fähigkeit wurde im Freundeskreis ausgetestet. Jetzt fehlen nur noch die Auftritte. Vielleicht hilft ein Blick ins Internet.

Von einer guten Idee profitieren die Studenten der Musikhochschule Lübek. Die Webseite unter http://www.devries.de/musikervermittlung.html ist Anlaufpunkt und Vermittlungsstelle für Studenten und Veranstalter. „Mugge“ ist, so erfahren wir auf der Webseite, die Abkürzung für „Musik gegen Geld“ oder auch für „Musikalisches Gelegenheitsgeschäft“. Vermittlungsdienste werden insbesondere für die musikalische Umrahmung von Familienfeiern, Ausstellungs- und Kongreßeröffnungen und Vorträgen angeboten. Die technische Umsetzung des Angebotes ist eher schlicht, für geringere Nutzerzahlen reicht aber ein einfacher Link zur Mailadresse aus. Eine Idee also, die wahrscheinlich noch Nachahmer finden könnte.

Ebenfalls regional gebunden, aber deshalb nicht weniger interessant ist eine Seite aus dem Bodenseeraum. Mit „Musica-con-tact“ beweisen die Betreiber nicht nur Sinn für Wortspiele, sondern bieten auch unter http://www.musica-con-tact.de einen schlau ausgedachten Dienst an: Über einen Internet-Terminkalender geben registrierte Musiker ihre freien Termine ein. Anfragen von Veranstaltern können somit sofort zeitlich koordiniert werden. Bisher gibt es diesen Service nur für der Agentur persönlich bekannter Künstler. In nächster Zeit soll jedoch das Angebot überregional ausgebaut werden.

Eine ausgewachsene Datenbank, mit der Möglichkeit Einträge selbst vorzunehmen und zu ändern, gibt es unter http://www.musicforyou.de. Diesen kostenlosen Service haben bereits knapp 4500 Musiker in Anspruch genommen, so dass auch für Veranstalter die Suche nach bestimmten Stilrichtungen und Bandgrößen meist erfolgreich sein wird. Die komfortabel eingerichtete Suchmaske ermöglicht auch die Eingabe eines gewünschten Postleitzahlbereiches. Ausgegeben werden die Daten dann mit e-mail und Homepageadresse. Für Künstler mit eigener Homepage wird über den Link also auch eine umfangreichere Präsentation mit Audio-Beispielen und längeren Info-Texten möglich.

Ein breit gefächertes Angebot findet sich auf http://www.musiker-annonce.de. Neben einem Forum, News - und manchmal sogar Musikerwitzen - gibt es auch die Möglichkeit, Kleinanzeigen nach Postleitzahlen sortiert aufzugeben. Konzerte und Veranstaltungen kann man in einen Veranstaltungskalender eintragen.

Und zu guter Letzt: Ein Verzeichnis konventionell tätiger Künstleragenturen gibt es auch unter http://www.guxme.de.

Ist der Auftritt dann gebucht, kann der im Netz gefundene Mustervertrag Schaden (durch gehässige Auftraggeber) abwenden: Der Vordruck unter http://www.track4.de/vertraege/gastspielvertrag.php3 regelt hier die wichtigsten Dinge.

In Zeiten steigender Bandbreiten und DSL- sowie sonstiger Flatrates ändert sich auch das Nutzerverhalten. War man vor einigen Jahren noch darauf bedacht, nicht mal allzuviel online-Zeit beim Abrufen der e-mails zu verbrauchen, hat man heute kaum Bedenken zeitfressende Anwendungen wie beispielsweise „Internet-Radios” zu nutzen. Wenn auch das Radiohören per Internet auf dem ersten Blick nahe an der Kategorie „Warum einfach wenn’s auch kompliziert geht?” liegt, eröffnen sich auf den zweiten Blick durchaus Vorteile. So wird das Radioprogramm auf der Webseite meist mit zusätzlichen Diensten und Informationen unterstützt. Der wohl größte Vorteil ist jedoch die riesige Auswahl der Sender. So finden sich im Internet internationale Sender und „Spartenradios”, die im heimischen Antennenkästchen nicht zu empfangen sind.

http://www.classicfm.com bietet beispielsweise ein abwechslungsreich zuzammengestelltes Klassikprogramm nebst einer informativen Homepage. Jazzer werden fündig beim Berliner Jazzradio ( http://www.jazzradio.net ), Oldie-Hörer bei Oldie-Radio ( http://www.oldie-radio.de ).

Leider ist unter gitarre-radio.de gar nichts und unter guitar-radio.com nicht viel mehr abzurufen. Auch die Domainnamen gitarristen-vermittlung.de und rent-a-gitarrist.de sind noch zu haben. Wäre das nicht eine Idee für die Webmaster oder Start-Up-Aktiengesellschaftsgründer unter unseren Lesern?