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GALWAY ROUNDABOUTS
Wer schon einmal in
Irland Urlaub gemacht hat, der wird aus Erfahrung wissen, wie
unkompliziert das Fahren auf der anderen Straßenseite
eigentlich ist. Manche Straßen sind einfach so eng und schmal,
dass jedwede Unterscheidung in linke und rechte Fahrbahnseite als
völliger Unsinn erscheint: Man fährt so lange in der
Mitte bis jemand entgegenkommt. In den schönsten und abgelegensten
Gegenden Irlands wechselt man die Straßenseite sowieso nur,
um den Schlaglöchern oder einer friedlich dahinblökenden
Schafherde auszuweichen. Wenn man die fantastischen Klippenlandschaften
der Westküste, dem Ring of Kerry und den atemberaubenden Cliffs
of Moher entlang fährt, sollte man unbedingt einen Abstecher
in das nahegelegene Dörfchen Doolin machen, das unter Folkfreunden
schlechthin als Mekka der irischen Folkmusik gilt. Weiter auf dem
Weg Richtung Connemara, dem einsamen Herzen der grünen Insel
entgegen, das auch das Land der tausend Seen genannt wird, kommt
man zwangsläufig durch Galway, welches mit seiner ausgeprägten
Kneipen- und Theaterszene ein ganz eigenes Flair besitzt. Am faszinierendsten
aber finde ich an Galway jedes Mal die durch Kreisverkehr geregelte
Verkehrsführung. Es sind bestimmt an die dreißig oder
vierzig Kreisel, die man völlig stressfrei durchschwebt, bevor
man dann auf der N59 weiter Richtung Clifden in eine der schönsten
Landschaften Irlands eintaucht. Mit unwahrscheinlich viel Musik
im Ohr verschmelzen hier die bereits erlebten Eindrücke zu
einem zünftigen linksdrehendem Rundtanz. Das vorliegende Stück „Galway
Roundabouts“ ist ein Reel, ein gemütliches irisches
Tanzstück im 4/4 Takt mit den Akkorden Am, G und Em, welches
wieder nur die Grundtöne der Akkorde zum Begleiten benötigt.
Traditionelle irische Musik hat wegen ihrer Tanzbarkeit einen einfachen
symmetrischen Aufbau und verfügt meist über zwei Teile,
wovon der zweite immer in einer höheren Lage gespielt wird.
Bitte beachtet den besonderen Rhythmus im allerletzten Takt. Hier
werden die acht Achtel nicht wie üblich in zwei gleich lange
Achtelketten geteilt, sondern in zwei Dreiergruppen und zwei einzelnen
Achteln gespielt: 1 + 2 + 3 + 4 + Dies ergibt einen besonders verspielt
wirkenden, aber äußerst antreibenden Groove. So keep
on rollin´ - und viel Spaß beim Spielen,
euer Patrick Steinbach
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