Musikmesse 2003
von Andreas Schulz

Jede Menge Neuheiten gab es auch in diesem Jahr auf der Frankfurter Musikmesse zu bewundern. Für alle, die nicht selbst vor Ort waren, oder aber nicht die Zeit hatten sämtliche Hallen zu durchqueren, haben wir an dieser Stelle einen Überblick über die wichtigsten Neuvorstellungen aufbereitet.


Die Meisterwerkstatt von Albert & Müller präsentiert in diesem Jahr vier Neuigkeiten. Ein Basismodell in Fichte/Palisander-Ausführung und Dreadnought-Style gibt es ab 1650,- €, besser ausgestattet ab 2000,- €. Bemerkenswert eine Steelstring im Gurian-Stil mit auffällig unsymmetrischer Korpusform. Auch an neue Lackierungen wagt man sich und zeigt eine Fichte/Ahorn-Jumbo in gelungenem Sunburst. Die neue Cutaway-Jumbo „JC-12“ als Twelvestring-Modell wird ca. 1900,- € kosten.

Aus Spanien stammen die Almansa-Nylonstrings. Messeneuheit war eine Flamenco-Gitarre mit Fichtendecke und Korpus aus Palo-Rosa, einem afrikanischen Tonholz. Weitere Details: Zedern-Hals und Ebenholz-Griffbrett, Preis ca. 1100,- €. Für E-Akustiker interessant: die Bühnengitarre 436 Cutaway aus Zeder massiv/Palisander laminiert mit eingebautem Pickup/Preamp-System.

Die Sinsonide-Rahmengitarre „Made by Aria“ ist wieder erhältlich (als Nylon, Nylon/Cut und Steel/Cut, ca. 390,- €). In Anlehnung an das traditionelle Martin-Design kommen die AD- und AF-Modelle. Die Einsteiger-Gitarre „AF-28“ bietet für 275,- € eine massive Sitka-Fichtendecke , das Top-Modell „AD-80“ ist vollmassiv aus Engelmann-Fichte und Palisander (Preis: 795,- €). Absolut attraktiv sind die Instrumente aus dem japanischen Aria-Custom-Shop. Die Sandpiper „SP-CST“ und „SP-LTD“ sind Cutaway-Jumbos mit Slotted-Headstock und reichhaltigen Verzierungen, die Verstärkung übernimmt ein Fishman Deluxe bzw. Prefix-Pro-System (Preise: 1995,- bzw. 2250,- €).

Die Avalon-Gitarren stammen aus der Fabrik, die bisher für die Lowden-Instrumente zuständig war. Sehr schön anzusehen ist das „Jacques-Stotzem-Signature-Model“ (Auditorium-Body, Sitka-Fichte/Palisander, Ebenholzgriffbrett, Fishman Matrix-PU + Stereo-Blender, 2995,- €). Im unteren Preisbereich wird die Silver-Serie Anhänger finden (Preise von ca. 760,- bis 1000,- €). Das Standard-Programm der Gold-Serie konzentriert sich auf die Bauformen Auditorium, Dreadnought und Concert, die Hölzer sind vollmassiv, verbaut wird eine Fichten- oder Zederndecke, die Bodies bestehen aus Mahagoni oder Palisander. Jedes Modell gibt es wahlweise rein akustisch, elektrifiziert (Fishman Prefix Pro) und mit Cutaway; die Preise reichen von ca. 1700,- € bis ca. 3100,- €.

Wunderschöne Django-Modelle gab es am Stand von Carlos zu bewundern. Unter dem Markennamen Selmer gibt es Maccaferri-Replikas in verschiedenen Preisklassen. Eine Gitarre in Fichte/Rio-Palisander will mit 6000,- € bezahlt werden (incl. Carlos-Pickup), in Fichte/Curly-Maple wird´s etwas günstiger (3000,- €).

Auch der koreanische Hersteller Cort hat sein Programm erweitert. Die „CEC-1“ ist eine Nylonstring-Cutaway mit Fishman Sonicore-Pickup und Classic-4-Preamp, massiver Zederndecke und Mahagoni-Korpus. Tieftöner werden mit dem MEB Mark-Egan-Signature-Bass glücklich (Details: Fichte/Mahagoni-vollmassiv, Hipshot-Mechaniken, Abalone-Rosette, Fishman Prefix Plus). Corts Custom Shop baut die Limited-Edition-Modelle „Earth-LE1“ (Dreadnought Fichte/Ebenholz), „CJ-LE1“ (Jumbo-Korpus, Engelmann-Fichte/Ahorn) und „CJ-LE2“ (mit geflammtem Ahorn-Korpus). Alle Limited-Edition-Gitarren sind für 1745,- € zu haben.

Heiner Dreizehnter hatte eine Auswahl seiner Modelle mitgebracht. Sehr schön ist eine Cutaway-Steelstring mit 66-cm-Mensur, Jumbo-Korpus und Rio-Palisander-Hals. Das Instrument begünstigt Open-Tunings und tiefergelegte Stimmungen und kommt mit Zederndecke, Palisander-Korpus und einer Rosette aus Lapislazuli (Preis: 2700,- €). Die Dreizehnter Mandolinen gibt es ab 900,- € mit Mahagoni- oder Ahorn-Korpus; in Fichte/Rio-Palisander muss man 1800,- € hinblättern. Bemerkenswert: Dreizehnter verbaut auch das einheimische Elsbeer-Holz, das eine schöne Maserung und eine ähnliche Tonstruktur wie Ahorn aufweist.

Neu bei Epiphone: die „L-00“ aus der Historic-Reihe (499,- €) und die „PR-350 S“ (je nach Holzauswahl zwischen 699,- und 899,- €). In der Mittelklasse will man mit der Elite-Serie mitmischen. Die Instrumente haben massive Decken und Böden und werden in Japan gefertigt. Die Elite „L-OO“ kostet 1550,- €, die „J-200“ 1990,-€, außerdem gibt es zwei schmucke Roundshoulder-Jumbos („´65 Texan“ und „J-45“ für 1750,- bzw. 1590,- €).

Fender präsentierte in Frankfurt die „Celtic-Models“ mit aufwändigen und schmucken Inlays, außerdem waren Strat- und Tele-Acoustics in plakativem Paisley-Finish zu bewundern. Ebenfalls im Vertrieb von Fender sind die Guild-Gitarren. Das Guild-Dreadnought-Flaggschiff „D-55" (vollmassiv AAA-Fichte/Palisander) gibt es in einer auf 50 Stück limitierten 50th-Anniversary-Ausführung (5430,- €). Wer beim deutschen Fender-Vertrieb nach Nylonstrings sucht, stößt auf das Angebot von Manuel Rodriguez. Geboten wird eine komplette Linie von Klassik, Flamenco- und E-Nylonstrings für Anfänger und Profis (Preisklasse 220,- bis 3000,- €).

Eine wahre Produkt-Offensive war am Stand von Furch zu bewundern. Die „Durango“ ist eine Steelstring mit massiver Zederndecke und einem gewölbten Boden ohne Verbalkung aus gesperrtem Mahagoni, optional gibt es einen eingebauten Tonabnehmer. Die 23er Serie bietet vollmassive Instrumente aus Sitka-Fichte/Ahorn. Auch eine Auswahl von Mandolinen gehört zum Programm. Erhältlich sind verschiedene Ausführungen wie „A“, „F5“ oder Double-Cut sowie eine 6-saitige Gitarrenmandoline.

Den vollständigen Artikel finden Sie in AKUSTIK GITARRE 2 / 03