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Per E-Mail kam
der Hinweis auf die in diesen Tagen anlaufende Tournee des US-Duos
Tuck & Patty. Als "Special Guest" mit dabei: die Kölner
Singer/Songwriterin Christina Lux. Das war natürlich ein guter
Grund, spontan zum Hörer zu greifen um ein paar Worte mit der
sympathischen Musikerin zu wechseln.

Christina, du bist ab Mai zusammen mit Tuck und Patti auf Tournee.
Wie ist denn das zustande gekommen?
Christina Lux: Ja, das war wirklich eine geniale Sache - ich musste
dafür selbst gar nichts tun: Auf einem Festival in Duisburg,
sah mich der Veranstalter der Tuck & Patti Tour. Er fand meinen
Auftritt ziemlich klasse. Ja, und so kam dieses Engagement zustande.
Du konzertierst
hauptsächlich alleine - gibt es dafür einen besonderen
Grund? Hättest Du nicht Lust, einmal deine Songs zusammen mit
einer Band zu spielen? Eignen würde sich die Musik dafür
ja sehr gut...
Christina Lux: Grundsätzlich habe ich da auch Lust zu - auf
meiner demnächst kommenden CD "Pure Love" wird zum
Beispiel der Gitarrist Chris Jones bei einigen Titeln dabei sein,
ebenso gibt es zwei Titel mit Kontrabass und Schlagzeug. Ich spiele
live aber sehr gerne alleine. So habe ich schließlich alle
Freiheiten dieser Welt - ich kann wild improvisieren oder mal spontan
die Tempi ändern. Irgendwann habe ich sämtliche anderen
Projekte wie etwa die "Vocaleros" aufgegeben um mich voll
auf dieses Konzept zu konzentrieren. Es ist im übrigen auch
ein ganz praktisches Ding, es hängen z. B. finanziell weniger
Leute mit drin. Aber es ist auch die Nähe zum Publikum, die
mich reizt. Es ist ein sehr intimes Konzept der einen besonderen
Austausch ermöglicht.
Wer sind deine
Lieblingsmusiker/Innen - oder: mit wem würdest du gerne mal
im Duo spielen?
Christina Lux: Ja, wenn mich Lenny Kravitz mal anrufen würde...
(lacht). Ich mag das raue und "erdige" an ihm, das groovige
und freche....
Was ja durchaus
auch Bestandteile deiner Musik sind. Wie hat sich denn dein Gitarrenspiel
entwickelt? Hattest du Unterricht?
Christina Lux: Nein, es ist ein komplettes Autodidakten-Dasein.
Mein Vater spielte Gitarre -da habe ich so mit 12/13 Jahren immer
mal rübergeschielt und fand es unheimlich schön. So habe
ich dann auch selbst mal angefangen - mit "Blowing In The Wind",
schrummel schrummel... Lange Zeit habe ich aber auch nur gesungen
und die Gitarre eigentlich nur nebenbei mal eingesetzt. Ehrlich
gesagt habe ich mich auch gar nicht getraut, auf der Bühne
und in einer Band auch Gitarre zu spielen. Auch dieses Selbstbewusstsein
ist durch das Solo-Spiel enorm gewachsen - es bleibt dir ja auch
gar nichts anderes übrig - du musst den Raum schließlich
füllen - es gibt niemanden, der dich trägt.
Es fing damit an, dass mich jemand fragte, ob ich auf so einer unsäglichen
"Lonely Hearts"-Party spielen könnte. Ich spielte
so zum Anfang, zum Aufwärmen - und es hat natürlich niemanden
gejuckt! Immerhin habe ich dort aber etwa ein dreiviertel Jahr regelmäßig
gespielt. So wurde die Gitarre für mich aber das echte Werkzeug.
Feinheiten arbeite ich eigentlich nicht aus. Ich möchte, dass
es groovt - und das möglichst ohne Anstrengung. Wenn ich aber
jetzt meine alten Aufnahmen höre, merke ich, dass sich doch
wohl einiges entwickelt hat. Ich spiele viel mit offenen Akkorden,
was ich sehr spannend finde. Man verschiebt Griffe und erhält
manchmal ungeahnt faszinierende Klänge. Jetzt habe ich mal
probiert die Gitarre einfach einen Ganzton tiefer zu stimmen, was
auch sehr interessant ist - gerade auch im Zusammenhang mit der
Stimme - man bekommt plötzlich ganz neue Ideen. Wirklich verrückt...
Wie haben sich
deine Endorser-Verträge auf deine Karriere ausgewirkt? Gab
es damit auch einen Sprung nach vorne?
Christina Lux: Ja, gerade bei der Verbindung mit AER war das so.
Auch musikalische hat sich eine Menge bewegt, seit ich den "Acousticube"-Verstärker
spiele. Ich stehe jetzt da, und spiele wirklich mit breitem Grinsen.
Es sind eine Menge neue Kontakte durch die verschiedenen Endorser-Gigs
zustande gekommen. Ich freue mich auch sehr darüber, dass Lakewood
mir bald eine neue Gitarre bauen wird. Ich treffe mich demnächst
mit Martin Seeliger um einmal zu sehen, wie denn vielleicht die
passende Gitarre für den "Lux-Stil" aussehen könnte
Was vielleicht
andere Musikerinnen interessieren wird: Du hast eine kleine Tochter
- wie bringt man das Tourneeleben und die privaten Verpflichtungen
denn in Einklang?
Christina Lux: Ja, meine Tochter ist jetzt neun - und die Schwierigkeiten
habe ich jetzt nicht mehr so wie früher, als mir manchmal doch
die "Rabenmutter" im Nacken saß. Wenn ich aber das
tue, was mir einen riesigen Spaß bringt und ich dann nach
Hause komme und sage: "Hey, ich weiß - es war ein bisschen
anstrengend, aber ich bin wieder da. Ich habe wunderbare Dinge gemacht".
Diese Freude merkt und "inhaliert" sie. Es ist wirklich
was anderes als wenn du genervt von einer Tanz-Gala kommst.
In diesem Sinne:
viele positive Erfahrungen bei deiner Tour und danke für das
Gespräch!
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