Johnson - JW-997-SB & JW-2cE-DBR Roundneck-Resonator-Gitarren von Christian Veith


Resonator-Gitarren gehören zur beliebten Erweiterung und Ergänzung des persönlichen Instrumentariums. Johnson kümmert sich seit Jahren um den unteren Preisbereich dieses Marktsegmentes. Dies beweisen auch die beiden Holzkorpusmodelle JW-997-SB und JW-2CE-DBR.

Johnson Resonator
Gesunder Resonatorsound für Einsteiger

Resonator-Instrumente mit Holz-Bodies sind in zweierlei Hinsicht gegenüber den Vollmetall-Varianten interessant. Sie bieten einen spürbaren Preisvorteil. Und ihr weicherer Sound macht sie etwas gefälliger und deshalb flexibler einsetzbar. Die beiden Testmodelle unterscheiden sich in ihrer grundsätzlichen Auslegung. Während die JW-997 eine rein akustische Konstruktion ist, gehört die JW-2 zur Gattung der elektrifizierten Bühneninstrumente. Sie demostrieren aber auch die zwei grundlegenden Bauweisen, die es innerhalb der Single-Cone-Familie (mit einem Resonator, im Gegensatz zur Tricone mit deren drei) gibt.

Konstruktion

Herzstück der JW997 ist die so genannte Spider-Bridge. Dieser Ausdruck beschreibt das achtbeinige Steg-Gestell aus Aluguss, das auf dem nach vorne geöffneten Resonator sitzt. Dieser wiederum ist auf einem bis zum Boden durchgehenden, gelochten Holzring (engl. Soundwell) platziert. Die bei Edelmodellen häufig anzutreffenden horizontalen oder vertikalen Tonbalken sind hier nicht vorhanden. Die Frontansicht wird mitgeprägt von dem klassischen Dobro-Schallloch-Ensemble mit den drei kleinen und den beiden größeren Rundlöchern, deren Gitterabdeckungen gerne spöttisch als "Teesiebe" bezeichnet werden. Neben dem Sunburst-Finish gibt es als einzige visuelle Aufwertung die Griffbrettmarker in Form von Rautensternen aus weißem Perlmutt.

Resonatorgitarren mit Pickups nachzurüsten ist konstruktionsbedingt heikel. Deshalb sind fertig bestückte Bühnenresos sehr populär. Die JW-2 ist in der Art von Nationals "Triolian"-Style gebaut, zu deren Eigenheiten der sogenannte Biscuit-Steg zählt. Auch dies ist eine sehr bildhafte Bezeichnung, denn der flache runde Steg hat in der Tat etwas von einem Keks. Der ,Biscuit’ ist mit einer kleinen Schraube an der abgeflachten Trichterspitze befestigt. Hier schaut also die Trichteröffnung nach hinten. Der ungehinderte Zugang zur Elektrik erlaubt keine Soundwell-Konstruktion. Deshalb sitzt der Cone auf einem an der Decke hängenden Rundsims, der keinen Kontakt zum Boden hat. Zum leichteren Bühnengebrauch ist die Zarge der JW-2 ein wenig flacher als die der vollakustischen Schwester. Auch ist die Korpuskontur etwas runder und kompakter geraten, was zusammen mit dem F-Loch-Design in der Schulter wiederum vom Vorbild geprägt ist. Das Finish der JW-2 wird als dunkelbraun angegeben, was sich bei direkter Sonneneinstrahlung aber in ein sattes Weinrot verwandelt.

Beiden Modellen gemeinsam ist der aufwändige, zum Korpus leicht angewinkelte Halsansatz. Damit bekommt der Steg mehr Druck von den Saiten. Die Hälse sind Stahlstab-gestützt und justierbar, die Bedienung erfolgt von der Kopfseite her. Auch die Verarbeitung macht einen gleichwertigen Eindruck, weitgehend sauber, innen ein wenig rau belassen, außen ohne erkennbare Schwächen.


... der vollständige Text befindet sich in Heft 6/07 ab Seite 96! Aktuelle Ausgabe bestellen...

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