Framus AZ 10 Custom Blonde von Wolfgang Niemann


Framus – ein Weltbegriff! Stolz demonstriert dieser alte Werbeslogan des 1946 gegründete Unternehmens seine Teilnahme und Erfolge am deutschen Wirtschaftswunder. Denn neben vielen deutschen Künstlern spielten auch internationale Stars Instrumente der seit 1954 in Bubenreuth ansässigen Manufaktur und verhalfen der aufstrebenden Marke zu weltweiter Anerkennung und wirtschaftlichem Erfolg.

Framus AZ 10 Custom Blonde
Archtop der Spitzenklasse: Framus AZ 10 Custom Blonde

Mit Beginn der Siebzigerjahre eroberten Hersteller aus Asien den boomenden Musikmarkt und brachten auch Framus in wirtschaftliche Bedrängnis, so dass nach dem Konkurs 1975 das Aus für die Framus-Werke in Bubenreuth kam, die nach ihrer Erweiterung 1966 zur größten Gitarrenfabrik Europas zählten. Doch seit 1995 ist die Marke wieder am Markt und knüpft mit innovativen, qualitativ hochwertigen Produkten an die alten Erfolge an. Mit der Vorstellung der AZ 10 wurde 2004 ein lang gehegter Traum von Framus-Chef Hans-Peter Wilfer Wirklichkeit. War doch die AZ 10 zu Beginn der 1960er Jahre Framus’ Spitzeninstrument und Flaggschiff, das als Signature-Modell des ungarischen Gitarristen Attila Zoller mit eigenständiger Ästhetik, hoher Qualität und dem gewissen Klang nicht nur Jazz-Gitarristen überzeugte. Neben dem Grundmodell mit einem oder zwei Floating-Pickups ist auch eine "blonde" Version in der klassischen Holzkombination Fichte/Ahorn erhältlich.

Konstruktion
Herzstück der AZ 10 ist die massive, feinjährige und lebhaft gemaserte Fichtendecke. Für diese exzellente Gitarre kommen nur beste, handselektierte Tonhölzer zum Einsatz. Zwei spiegelbildlich verleimte Holzstücke bilden einen Block, aus dem die Kontur der Decke gefräst wird, die anschließend per Hand fein abgestimmt wird. Die für Stabilität und Tonentwicklung notwendige Beleistung wird nicht aufgeleimt, sondern mit aus dem soliden Block herausgefräst, so dass ein engwinkliges ‚Double X-Bracing’ stehen bleibt. Zweiteilig aus plastisch geriegeltem Ahorn ist auch der Boden zunächst mit der Fräse und abschließendem Feinschliff in eine Wölbung gebracht worden, so dass, wie auch bei der Decke, seitlich ein Rand stehen bleibt, auf den dann die Korpuszargen geleimt werden. .


... der vollständige Text befindet sich in Heft 6/06 auf Seite 96-97! Aktuelle Ausgabe bestellen...