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Wir schreiben das Jahr 2004, VHS war einmal, PCs haben keine Diskettenlaufwerke
mehr, die meisten verkauften Fotoapparate verzichten auf den Film, und
vor mir zum Test steht ein… – Kassettenrekorder? Ein Vierspurkassettenrekorder,
um genau zu sein. Wohl kaum das non plus ultra dessen, was heute an Aufnahmequalität
machbar ist. Aber vielleicht genau das richtige für alle, die einen
musikalischen Skizzenblock suchen, der einfach zu bedienen ist und alles
hat, was man zum festhalten seiner Ideen braucht. .
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| The Return of the Kompaktkassette: Korg
„CR-4” |
Wir schreiben das Jahr 2004, VHS war einmal, PCs haben keine Diskettenlaufwerke
mehr, die meisten verkauften Fotoapparate verzichten auf den Film, und
vor mir zum Test steht ein… – Kassettenrekorder? Ein Vierspurkassettenrekorder,
um genau zu sein. Wohl kaum das non plus ultra dessen, was heute an Aufnahmequalität
machbar ist. Aber vielleicht genau das richtige für alle, die einen
musikalischen Skizzenblock suchen, der einfach zu bedienen ist und alles
hat, was man zum festhalten seiner Ideen braucht.
Konstruktion und Konzeption
Die letztgenannten Kriterien, soviel vorweg, werden voll und ganz erfüllt,
und das lässt sich auch schon beim Auspacken des „CR-4“
erahnen: Das Stabile, pultförmige Kunststoffgehäuse in Metalloptik
beherbergt fast ausschließlich Bedienelemente, die sich von selbst
erklären. Das Ganze besteht aus drei Sektionen: Dem Laufwerk mit
Kassettenfach, mechanischem Zählwerk und Tastern für die bekannten
Funktionen wie Play, Pause, Aufnahme etc., einem einfachen Vierkanalmischpult
sowie einem Effektgerät, das verschiedene Gitarrenverstärker-
und Mikrofonsounds simuliert und diese mit Hall, Echo oder anderen gängigen
Effekten garniert. Besonderheit des CR-4 sind sicher die beiden eingebauten
Lautsprecherboxen, die ein spontanes Loslegen ermöglichen, ohne dass
man neben seinem Instrument, eventuell einem Mikrofon und einem Kabel
noch weitere Gerätschaften benötigen würde. Und in der
Tat: Ohne auch nur einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen, dauerte
es keine 5 Minuten nach dem Öffnen der Packung, bis ich eine erste
Aufnahme „im Kasten“ hatte.
Praxis
Die Vorgehensweise ist denkbar einfach: Instrument, Drumcomputer oder
Mikrofon an einen der vier Eingangskanäle anschließen, diesen
per Knopfdruck für die Aufnahme aktivieren, Eingangspegel einstellen
um Übersteuerungen zu vermeiden, Aufnahme drücken, und spielen
– das war’s. Nach der Aufnahme lässt sich nur noch das
Lautstärkeverhältnis der einzelnen Kanäle untereinander
verändern; auf eine Klangreglung wurde verzichtet. Die allerdings
ist in dem eingebauten Effektgerät vorhanden, das allerdings nicht
nachträglich zugeschaltet werden kann. Will man es verwenden, wird
es vor der Aufnahme dem aufzunehmenden Kanal zugeschaltet. Alsdann wählt
man eine Klangvoreinstellung (zur Auswahl stehen sechs Gitarrenverstärker-,
zwei Bassverstärker- und zwei Mikrofonsimulationen sowie ein Equalizer-Preset).
Jetzt hat man die Möglichkeit, den Klang mittels Bass-, Mitten- und
Höhenregler sowie einem Verzerrungsregler weiter zu verändern,
alles mit herkömmlichen Reglern und ohne sich dafür durch komplizierte
„Menüs“ zu hangeln. Gleiches gilt auch für die Effekte
(Hall, Echo, Leslie, Tremolo, Phaser, Flanger, Wah, Kompressor sowie zwei
Kombinationseffekte): Auswählen, Effektstärke und -geschwindigkeit
einstellen, fertig.
Will man mit den Verstärkersimulationen, Klangreglern und Effekten
arbeiten, empfiehlt sich eine sorgfältige Einstellung, denn wie gesagt,
nach der Aufnahme kann nichts mehr verändert werden.
Praktisch sind die eingebauten Lautsprecher, denn erstens möchte
man vielleicht nicht immer beim Aufnehmen einen Kopfhörer aufhaben
oder eine externe Hifi-Anlage anschließen, und zweitens übernimmt
das CR-4 so zugleich bei Bedarf für Elektroakustik- oder E-Gitarristen
die Funktion eines Übungsverstärkers mit Effekten. Aufgrund
der einfachen Bedienung lässt sich die Anleitung schnell beiseite
legen, und das ist auch gut so, denn obwohl sich erahnen lässt, dass
sie wohl mal gut geschrieben wurde, leidet sie unter der Übersetzung:
So werden anstelle von Gesang (engl.: Vocals) laut Anleitung „Vokale“
aufgenommen (und was ist mit den Konsonanten…?).
Da bei einer Vierspuraufnahme alle vier Stereospuren einer Audiokassette
in einer Richtung bespielt werden, lässt sie sich nicht einfach auf
einem „normalen“ Kassettenrekorder wiedergeben. Möchte
man also ein aufgenommenes Stück komplett auf einen herkömmlichen
Tonträger (Stereokassette, CD o.Ä.) befördern, muss man
es dorthin überspielen – indem man Kassettenrekorder, CD-Rekorder
oder PC per Cinch-Kabel ans CR-4 anschließt. Erst dann kann man
seine Meisterwerke auch auf anderen Abspielgeräten wiedergeben.
... der vollständige Text befindet sich
in Heft 5/04 ab Seite 72! 
Technische Daten
Hersteller Korg
Modell CR-4
Typ Vierspur-Kassettenrekorder mit integrierten Effekten
Effekte Hall, Flanger, Chorus, Echo, Kompressor, Wah, Tremolo, Phaser,
Leslie, acht Verstärker- und zwei Mikrofonsimulationen, ein Equalizer-Preset
Klangreglung Bass-, Mitten-, Höhenregler, nur für die Simulationseffekte
Anschlüsse Stereo-Line Out, zwei Kopfhörerausgänge, vier
Klinkeneingänge (mono)
Besonderheiten Integrierte Bassreflex-Lautsprecherboxen (8 cm-Lautsprecher).
Maße 434 mm x 103 mm x 322 mm (B x H x T), 4,9 Kilo
Empf. Preis 335,00 EUR
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