Am Anfang waren es ausschließlich Insider, Gitarrenspezialisten und Akustik-Fans seiner
australischen Heimat, die die Songs des John Butler Trios frenetisch feierten. Inzwischen
kennt die halbe Musikwelt den Traditionalisten, dessen letztes Studiowerk ‚Sunrise Over
Sea’ fünffach mit Platin veredelt wurde. Gemeinsam wartet man nun gespannt auf den
Nachfolger.
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| The John Butler Trio |
Geboren im kalifornischen Torrance, aufgewachsen im australischen Pinjarra, blickt der
heute 32-Jährige auf eine Karriere zurück, die als Straßenmusiker begann und ihn auf die
Bühne der größten Open-Air-Festivals geführt hat. „Geh raus und schaff es, dass dir die
Leute zuhören“, lautete sein damaliger Anspruch. Ausgangspunkt seiner Liebe zur
akustischen Gitarremusik war ein Geschenk seiner Großmutter: eine Dobro aus dem Jahr
1930 (siehe New Scene AG 5-05). Seit dem beschäftigt sich Butler intensiv mit Open
Tunings und dem Slide-Spiel seines Landsmanns Jeff Lang, dessen ungewöhnliche
Stimmungen und Sounds ihn begeistern. „Er hat das Genre der Songwriter auf eine neue
Ebene gehoben und mir einige inspirierende Ansätze geliefert. Seine Konzerte sind für
mich wie ein Kirchenbesuch.“ Daraus entwickelt sich auch Butlers Ansatz, die akustische
Gitarre durch Verzerrer, Delays und Marshall-Amps zu jagen.
2003 gründet der Rastamann mit Bassist Shannon Birchall und Schlagzeuger Michael
Baker sein Trio, das zwischen Tradition und Moderne, Rock und Folk pendelt und in vielen
Lagern zuhause ist. Mit ‚Sunrise Over Sea’ und einer Mischung aus Blues, Country und
Funk, versetzt mit Elementen aus Bluegrass und Celtic Roots, kraftvoll und dynamisch
vorgetragen, mal im Fingerstyle, mal mit Plektrum gespielt, gelingt ihm ein weltweit
erfolgreiches Album. Mit ‚Grand National’ stellt er nun sein neues Werk vor; sein erstes als
Pop-Star und Mega-Seller.
John, geht man anders ans Songwriting heran, wenn man weiß, dass diesmal die
halbe Welt zuhört?
John Butler: Nein, das könnte ich gar nicht. Ich wüsste auch nicht, wie das gehen sollte.
Ich mache Musik aus ganz egoistischen Gründen. Ich freue mich zwar, dass sie einen so
großen Effekt hat, aber das ist nur Motivation und keine Absicht. Wenn ich ins Studio
gehe, dann nur aus dem Grund, die Musik umzusetzen, die ich hören will.
Muss ehrliche Musik egoistisch sein?
Kunst muss selbstbezogen und genießerisch sein. Ich will frei sein, mich selbst
verwirklichen.
Deine Plattenfirma sieht dich als Counterpart zu Jack Johnson, Kritiker erkennen in
deinem erdigen Spiel die Qualität eines Chris Whitley, andere die Ernsthaftigkeit
eines Ben Harper. Machen diese Vergleiche Sinn?
Vielleicht. Ich mochte Chris Whitley sehr, Ben Harper finde ich großartig und Jack Johnson
ist ein netter Typ. Aber wir alle machen ganz verschiedene Musik, haben einen
unterschiedlichen Sound, unterschiedliche Inhalte. Ich zum Beispiel interessiere mich sehr
für menschliche Gefühle.....
... der vollständige Text befindet sich in Heft 4/07 ab Seite 42! 
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