Kapodaster im Vergleich von Andreas Boer

Auf die Ausgabe genau zehn Jahre ist es her, dass wir Kapodaster für die sechssaitige Westerngitarre miteinander verglichen haben. Zeit also zu überprüfen, was sich auf dem Markt getan hat, welche Modelle noch immer zu haben und welche neu hinzugekommen sind.
Kapodaster-Test
Die Kapodaster im Test
Kapodaster sind aus einem einzigen Grund erfunden worden: Gitarristen haben nur zwei Hände, könnten aber manchmal drei gut gebrauchen. Deshalb gibt es Kapodaster, seit es bundierte Instrumente gibt. In fast allen Fällen ist die künstliche dritte Hand eine Konstruktion, die alle Saiten auf einmal greift und so die Mensur/Tonhöhe verändert, ohne dass man die gewohnten Fingersätze verändern muss. Die Gitarre passt sich also dem Gitarristen an und nicht umgekehrt – sehr praktisch zum Beispiel, wenn man in Open Tunings oder am liebsten in E und A spielt. Zum Test stehen heute 17 Kapodaster, von denen einige seit Jahrzehnten hergestellt werden, andere wiederum ganz neu auf dem Markt sind.

Brooklyn Gear
The Perfect Capo
‚The Perfect Series’ hat der amerikanische Hersteller seine Accessoire-Familie in aller Bescheidenheit getauft. Der ‚Perfect Capo’ sieht mit seinen zwei überdimensionalen Flügelklammern zwar ungelenk aus. Hat man die Funktionsweise allerdings einmal verstanden und den Kapodaster von oben auf dem Griffbrett montiert, kann man damit zufrieden stellend arbeiten – selbst auf 12-saitigen Gitarren. Der Anpressdruck scheint gut dosiert: kein Schnarren durch zu wenig, aber auch keine Verstimmungen durch zuviel Kraft. Einziger Nachteil: Spielt man recht nahe am Kapodaster, stören die Flügel doch arg beim Spielen. Ein H7 kann man jedenfalls nicht greifen. Sicher nicht perfekt, aber brauchbar! Preis: € 17,50. Vertrieb: Musik Wein/Info: www.brooklyngear.com

Dunlop
Toggle Capo
Mit dem Toggle hat wohl so ziemlich jeder Gitarrist seine ersten Kapoübungen absolviert. An der Funktionsweise des handlichen Klassikers hat sich nichts geändert: Das schwarze Nylonband wird mit dem Kunststoffhebel beim Klappen gespannt und erzeugt so Druck auf die Saiten.

... der vollständige Text befindet sich in Heft 4/06 auf Seite 76-77! Aktuelle Ausgabe bestellen...