Die Gitarrenbaumeisterin Cornelia Traudt arbeitet bereits seit 1985 in ihrem
Metier und ist treuen Lesern unseres Magazins wohlbekannt. Das zum Test
vorliegende Konzertmodell 'Divertimento' fällt mit schön geriegeltem Ahorn
ins Auge, ist aber auch in anderen Holzkombinationen zu haben.
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| Eleganz in Optik und Ton: Traudt Divertimento |
Seit einigen Jahren baut Cornelia Traudt ihre Kreationen im elsässischen
Petersbach. Das liegt nahe der deutsch-französischen Grenze, und außerdem
ist das Elsass immer eine Reise wert. Warum also nicht das Angenehme mit dem
Nützlichen verbinden und einen Ausflug in die schöne Landschaft der
Nordvogesen machen, die berühmte elsässische Küche genießen und dann in der
Traudtschen Werkstatt auf einen Kaffee vorbeischauen. Kein schlechter Plan,
oder?
Konstruktion
Gut sieht sie aus, die Divertimento mit ihrer dezenten und doch elegant
anmutenden Erscheinung. Der attraktiv geriegelte Ahorn, in dem sich der
Korpus und die elegant geformten Kopfplatte präsentieren, gibt der Gitarre
etwas Leichtes, heiter Beschwingtes. Das Holz für die Zargen und den aus
zwei Teilen gefügten, gut gewölbten Boden wurde spiegelgleich verarbeitet,
die Zargenränder mit hellbrauner Bergzwetschge farblich harmonisch
eingefasst. Eine leicht gehaselte Alpenfichte bester Qualität bildet die
Decke, die als Zierde eine naturfarbene Rosette mit grünem Akzent erhielt.
Der Hals aus bestem Cedro bekam ein kräftiges Griffbrett aus glattem,
tiefschwarzem Ebenholz, in dem die üblichen 19 Bünde Platz finden. Die
zeigen detailgenaue Verarbeitung und perfekte Politur. Der elegant geformte
Kopf der Divertimento erhielt den üblichen Ansatz der oberen Platte und zur
Verstärkung ein kräftiges Furnier aus Riegelahorn aufgesetzt. Die sahnig
laufenden Mechaniken stammen von Gotoh und verfügen über Wirbel aus
Elfenbein-Imitat (genannt Ivorid). Die Verbindung von Ahorn mit Cedro plus
Zwetschge und Ivorid mündet in ein stimmiges Design, das seine Entsprechung
in den Klangeigenschaften sucht (und � soviel vorweg - findet). Sattel und
Stegeinlage bestehen aus Knochen und sind präzise den Erfordernissen für
saubere Schwingverhältnisse angepasst; der Steg selbst besteht aus
Palisander. Der Blick durch das Schallloch zeigt eine fein beschliffene
Bebalkung und den filigranen Unterbau der Decke mit einer parallelen
Beleistung in Gitter-Muster.
... der vollständige Text befindet sich in Heft 4/05 ab Seite 104! 
Track 55 der Akustik Gitarre Begleit-CD  |