Santa Cruz zählt zu den viel gelobten amerikanischen Herstellern besonders
edler und deshalb auch entsprechend teurer Gitarren. Das inzwischen
klassisch zu nennende OM-Design gehört seit Jahren zum Repertoire fast jeden
renommierten Gitarrenbauers und erfreut sich beständiger Popularität.
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| Orchestrale Kraft:
Santa Cruz OM |
Martin entwarf das grundlegende Design für sein Orchestra Model schon Ende
der Zwanzigerjahre auf Anregung eines gewissen Perry Bechtel hin, der sich
ein Instrument mit mehr Durchsetzungskraft für die Arbeit in größeren
Big-Bands wünschte. Bechtel, eigentlich Banjo-Spieler, bevorzugte außerdem
einen schlanken Hals und den Zugang zu mehr Bünden. Das Ergebnis war die OM,
Martins erste Gitarre mit Halsansatz am 14. Bund. Heute steht dieses stark
taillierte Modell - wie auch die Triple-0 - mehr denn je im Mittelpunkt des
Interesses von Spielern und Herstellern. Schön auch, dass die edlen Gitarren
von Santa Cruz nun wieder über einen deutschen Vertrieb zu haben sind.
Konstruktion
Der Korpus der Santa Cruz OM ist aus sehr geradlinig gewachsenem und schön
gezeichnetem ostindischem Palisander gefertigt. Selbstredend sind alle
Hölzer perfekt spiegelgleich verarbeitet. Der gut gewölbte Boden wurde über
einen Zierstreifen im so genannten �Zig-Zag�-Muster gefügt. Die Korpusränder
sind, typisch für amerikanische Fertigung, mit Kunststoff (genannt Ivorid)
eingebunden. Sitka-Fichte von bester Qualität und enger Maserung, der eine
seidige Querstruktur, optische Eleganz wie feste Substanz verschafft, stellt
das Material für die geradezu samtig erscheinende Decke der Santa Cruz OM.
Ein Herringbone-Streifen, soviel Zier darf sein, umschließt die Decke und
findet in der ansonsten schlicht gehaltenen Rosette nochmalige Verwendung.
Die Decke wird von einer Kreuzbebalkung (Advanced X-Bracing) getragen.
Kleine, fein von Hand ebenmäßig abgeglichene Leisten sorgen für ein
möglichst freies Schwingverhalten der Klang bildenden Membran. Diese
Arbeiten am Scalloped-Bracing und an den Riemchen sind mit größter Sorgfalt
und Detailgenauigkeit ausgeführt. Der einteilige Hals aus feinem Mahagoni
trifft in Höhe des 14. Bundes auf den Korpus und wurde mit einem Griffbrett
aus feinporigem Ebenholz ausgestattet. Die schlanke Bundierung zeigt beste
Verarbeitung und glänzende Politur. Kleine Perlmutt-Dots markieren die
Lagen. Das Halsprofil mit leichter Zuspitzung in der Rückenmitte erweist
sich als bemerkenswert ausgewogen. Diese Mischung aus der modernen D- und
der früher gebräuchlichen Dreiecksform stellt einen gelungenen Brückenschlag
zwischen traditionellem und aktuellem Spielgefühl dar.
... der vollständige Text befindet sich in Heft 4/05 ab Seite 64! 
Track 46-47 der Akustik Gitarre Begleit-CD  |