Vor zwanzig Jahren fanden Christian Gruber und Peter Maklar eher zufällig zusammen. Trotz der langen Zeit hat sich das Duo jedoch nicht im „Ehekrieg“ verschlissen, sondern sich seine Spielfreude bewahrt und ist kontinuierlich in die Oberliga der Gitarrenduos aufgestiegen. Inzwischen spielen Gruber & Maklar auf hohem internationalen Niveau: Ihre CDs sind wahre Highlights, ihre Konzerte zeichnen sich durch eine unverkrampfte Herangehensweise an die Musik und einen dichten und direkten Kontakt zum Publikum aus.
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| Gruber & Maklar |
Was hat euch vor 20 Jahren bewogen, dieses Duo zu gründen?
Christian Gruber: Wir haben das Duo nicht gegründet, indem wir beschlossen, zusammen zu spielen und als Duo Karriere zu machen. Wir hatten einfach das Glück, dass wir im selben Jahr bei Helmut Hehl in Augsburg am Leopold-Mozart-Konservatorium unser Studium begannen. Ich war von Anfang an daran interessiert, Kammermusik zu machen und spielte zuerst mit einem anderen Studenten zusammen. Aber das klappte nicht so richtig. Helmut Hehl hat uns dann zusammengebracht. Ich weiß noch genau, wie er zu mir sagte: „Mit dem muascht spiela, der wird guad!“ Als wir dann das erste Mal zusammengespielt haben, war das ein richtiges Aha-Erlebnis. Ein paar Django-Reinhardt-Stücke waren unser gemeinsamer Nenner. Dann ging’s los mit Sors ‚L’Encouragement’ und Leo Brouwer’s ‚Micro Piezas’, unseren ersten richtigen Duo Stücken. Wir hatten von Anfang an eine gemeinsame Wellenlänge und ähnliche musikalische Vorstellungen. Es hat uns einfach gepackt. Kammermusik zu machen bedeutet etwas ganz anderes als solistisch zu spielen: Das Reagieren auf den Anderen, sich unterordnen, dann wieder die Führung übernehmen oder gemeinsam etwas vorantreiben und sich gegenseitig anspornen. Da steckt für mich eine ungeheuere Energie und Spannung drin. Das war es wohl auch, was uns nicht mehr losließ. Wir nutzten jede freie Minute zum Duospielen, versäumten so manche Theoriestunde und hatten teilweise eine unheimliche Gaudi.
Peter Maklar: Haben wir übrigens immer noch.
Wenn ihr auf zwanzig Jahre gemeinsamen Musizierens zurückblickt: Was waren die wichtigsten Stationen?
Peter Maklar: Sicher die Zeit am Augsburger Konservatorium. Unser Lehrer organisierte damals für uns die ersten Konzerte in Augsburg und Umgebung. Den ersten Kontakt zur internationalen Szene hatten wir dann 1990 auf dem Marktoberdorfer Gitarrenseminar. Dort waren unter anderem Alvaro Pierri und Leo Brouwer, der, nachdem wir ihm die ‚Micro Piezas’ vorgespielt hatten, aufsprang und uns umarmte! Wir waren total von den Socken. 1991 haben wir dann in Montélimar den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb für Gitarrenduos gewonnen. Von da an ging es richtig los. Wir wurden zu verschiedenen internationalen Gitarrenfestivals eingeladen, unter anderem Volos, Martinique, New York und zuletzt die GFA Festivals in Mexico und Kanada. Überall haben wir interessante Leute kennen gelernt und gute Kontakte knüpfen können.
Christian Gruber: Nicht zu vergessen die Kurse in Italien bei Alvaro Pierri und Angelo Gilardino, der uns den ersten Kontakt zu Dusan Bogdanovic ermöglicht hat. Wichtige Erfahrungen, die wir beide sehr schätzen, waren die Konzerte der Yehudi-Menuhin-Stiftung. Dort gaben wir noch als Studenten der Hochschule Heidelberg-Mannheim Konzerte in Gefängnissen und Krankenhäusern, spielten für Behinderte oder kranke Menschen in Hospizen. Das liegt uns heute noch am Herzen, dass wir ab und zu mal ein Benefizkonzert geben und anderen Menschen helfen können.
Was hat sich eurer Meinung nach in den letzten 20 Jahren am Konzertbetrieb geändert? [...]
... der vollständige Text befindet sich in Heft 4/05 ab Seite 102! 
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