Akustik Gitarre
Stanford Superstage Jumbo von Jens Hausmann

Der Name Stanford steht für tschechische Qualitätsgitarren, gebaut aus massiven Hölzern in traditionellem Design. Aber neben diesen Steelstrings und Archtops gibt es auch die Modelle der Stage Serie mit gesperrtem Korpus. Neu ist hier seit Anfang des Jahres die Jumbo-Bauform.

Stanford Superstage

Während die Standardmodelle in F-Form als Mini-Jumbos gesehen werden könnten, entspricht auch die ausgewachsene Jumbo-Testgitarre nicht ganz den gewohnten Maßen. In der Zarge ist die SuperStage etwa einen Zentimeter flacher gebaut, auch das Schallloch ist verkleinert. Aber das allein macht sie noch nicht zum Bühnenmodell.

Konstruktion

Der Boden aus Riegelahorn ist laut Vertrieb mit seinen fünf Schichten entsprechend versteift, um die Gitarre trotz ihrer Größe rückkopplungsresistent zu machen. Dieser gesperrte Boden soll also nicht nur die Kosten minimieren. Dass die Gitarre sich dadurch für Jumbo-Verhältnisse in den Bässen ziemlich zurückhält, wird dabei bewusst in Kauf genommen. Interessanterweise wurde der Boden allerdings nicht straffer beleistet, was in diesem Zusammenhang nahe liegend gewesen wäre. Auch die Zargen sind gesperrt, die kreuzbeleistete Decke besteht hingegen aus massiver Sitka-Fichte. Für das Griffbrett und den geschwungenen Steg wurde bei dieser SuperStage Palisander verwendet; die übrigen Bühnenmodelle werden im Katalog mit Ebenholz angegeben. Stegeinlage und Sattel bestehen aus Tusq, was in Bezug auf Tonabnehmer leichter als Knochen zu bearbeiten ist.
Die Rückseite des Mahagonihalses ist für angenehme Griffigkeit seidenmatt lackiert, Korpus, Decke und Kopfplatte strahlen in leicht getönter Hochglanzlackierung. Damit wären wir schon bei der optischen Gestaltung, die bei einer Bühnengitarre auch mit im Fokus steht und bei diesem Modell eher zurückhaltend ausfällt. Die symbolträchtige Schalllochrosette ist das auffälligste Merkmal. Korpus, Griffbrett und Kopfplatte besitzen ein einfaches, cremefarbenes Kunststoff-Binding, die Decke ist zusätzlich mit sieben kontrastierenden Streifen eingerahmt. Natürlich fehlt nicht das obligatorische Perlmutt-Logo auf dem Kopfplattenfurnier. In der Ausstattung wird das elegant gestaltete Instrument abgerundet mit verchromten Schallermechaniken und dem Pickup. Die Verarbeitung ist gewohnt sauber, wie man es von Stanford kennt.

... der vollständige Text befindet sich in Heft 3/09 ab Seite 92! Aktuelle Ausgabe bestellen...