Tuck & Patti 30 Jahre zusammen auf einer Bühne zu stehen – das schaffen die wenigsten Musiker. Wenn es aber nur zwei Leute sind, die zudem noch seit 27 Jahren glücklich verheiratet sind, ist das mehr als außergewöhnlich.
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| Tuck & Patti: Ein Lebel zu zweit für die Musik |
Beiden war schon bei der ersten Begegnung klar, dass sie ihr musikalisches Gegenstück gefunden haben. Die Liebe und den Respekt für den anderen sowie die Hingabe zur Musik sind bei ihren Konzerten fühlbar. Gitarrist Tuck Andress jedoch nur den Begleiter einer Sängerin zu nennen, wäre, als würde man Michael Schumacher lediglich einen Autofahrer nennen. Grandioses Solospiel und kongeniale Begleitung sind hier mit sympathischer Bescheidenheit gepaart.
‚I Remember You’ heißt die aktuelle CD, die das Paar dem ,Great American Songbook’ gewidmet hat.
Einige Stücke habt ihr bei eurem letzten Konzert in Berlin vorgestellt. Wer war für die Auswahl der Stücke zuständig?
Tuck Andress: Das war ganz allein Pattis Aufgabe, da sie das Gespür fürs Produzieren hat. Wir haben uns eine Menge Musik angehört, und sie hat diese zehn Stücke ausgewählt.
Soll das heißen, dass sie auch für die Arrangements zuständig ist?
Tuck Andress: Nein, wir schreiben nichts auf, aber es war Pattis Konzept, dem wir folgten. Manchmal hört sie etwas Spezielles, etwas Ungefähres, was Akkord-Voicings angeht. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, durch ihre Augen zu sehen – oder durch ihre Ohren zu hören. Ich weiß, was funktioniert und was nicht. Zum Beispiel, wie man einen Akkord öffnet, damit man nicht immer im gleichen Register spielt.
Das Album klingt, als ob ihr die Count-Basie-Bigband für zwei Leute eingekocht hättet.
Tuck Andress: Stimmt. Wir haben uns die alten Sachen angehört, und der Old Guitar Style, der immer auf die Viertel geht, ist interessant. ‚Dee I Do’ ist zum Beispiel so ein Count-Basie-Arrangement in reduzierter Fassung. Es war eine Herausforderung, die Freddie-Green-Gitarrenbegleitung und all die Bläser- und Ensemble-Geschichten zusammen zu bekommen. Allein den Gitarren-Part zu übernehmen, hätte sehr holprig geklungen.
Die Songs haben ja schon etliche Jahre auf dem Buckel. Wie bekommt man für so altes Material, das schon hunderte von Malen aufgenommen wurde, einen frischen Blick?
Wir haben uns wie in einem Musikgeschichtskurs unzählige Aufnahmen der Stücke angehört. Wir haben dann einfach das Beste mit unseren Versionen versucht und uns nicht von den vielen tollen Aufnahmen entmutigen lassen.
Alle Songs drehen sich um die Liebe. Das scheint ein Schlüsselbegriff in eurem Leben zu sein.
Auch das stimmt. Du kannst die alten Songs nicht schlagen, die drücken exakt aus was wir fühlen. Patti hat die Gabe zu ahnen, ob unsere Zuhörer bei unseren Stücken das gleiche fühlen. Für sie war klar, welche Stücke auf die CD gehörten. Wir erinnerten uns an die Zeit, als wir begannen zusammen Musik zu machen. Wir wollten nicht das machen, was alle andere Duos in jener Zeit machten, nämlich Swing, Bossa Nova und Balladen. Wir wollten alles entdecken: Funk, Gospel, Rock bis hin zu Hendrix.
... der vollständige Text befindet sich in Heft 3/08 ab Seite 48! 
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