Auf Festivals ist er ein gern gesehener Gast. Besonders im Rhein-Main-Gebiet hat er sich einen Ruf als hervorragender Interpret alter Bluessongs und vor allem als Song-Poet erspielt. Mit dunklem Timbre in der Stimme und flinken Fingern auf der Gitarre ist Biber Hermann auf dem besten Weg, sich in die obere Liga deutscher Bühnenkünstler zu spielen.
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| Biber Hermann: Die Chemie zwischen Spieler und Instrument |
Mit der Gnade der richtigen Geburt zur richtigen Zeit konnte man in die Sechzigerjahre geboren werden. Was eine höchst spannende Angelegenheit war: Die Beatles, die Rolling Stones und Dylan brachten die Musik auf Trab, auf den Straßen galoppierten berittene Polizisten hinter Demonstranten her, die Rebellion vollführte Pirouetten auf der Nase des Establishments. Und inmitten der zum Tanzen gebrachten Verhältnisse erblickten um 1960 Tom und (Klein-) Biber(herz) das Licht der Welt. Letzterer war eine kleine tapfere Rothaut, geboren im Comic-Imperium von Rolf Kauka, dem Herrn von Fix & Foxi, Lupo und Lupinchen.
Die Geburt des knuffigen und tapferen Indianerbuben hatte Folgen. Eine davon sitzt nun in einem Café, einen großen Gitarrenkoffer zur Seite, und lässt sich über sein Leben ausfragen. Sein Spitzname „Biber“ hat schon oft zu Erklärungsbedarf geführt. „Beaver“-Assoziationen wehrt er lachend ab, wobei sichtbar wird, dass er seinen Beinamen nicht etwa auffälligen Vorderzähnen verdankt. „Als Kind fand ich diese Comics toll. Nach der Comicfigur des kleinen Indianers habe ich diesen Spitznamen erhalten.“
Richtig heißt er Matthias Hermann und wurde 1962 im „Rhein-Main-Delta“ geboren, wie er augenzwinkernd erzählt. „Noch dazu habe ich Winzer gelernt. Gewissermaßen habe ich auf den Baumwollfeldern Deutschlands geschuftet!“ Also hatte er den Blues von Anfang an? „Nicht wirklich. Aber es ist nicht so, dass die Schwarzen das Gefühl gepachtet hätten. Auch Weiße können Blues spielen. Was nicht heißt, dass ich mit ihm zur Welt kam. Anfangs, als ich auf den Straßen Musik machte, habe ich Songs von Neil Young, Bob Dylan und den Rolling Stones nachgespielt. Alles mit einem Plektrum runtergeschrubbt. Später mit der E-Gitarre, da waren es dann viele Stones-Songs. Eigentlich bin ich ein als Folkie getarnter Rock’n’Roller!“ Seit knapp einem Jahrzehnt hat er sich allerdings auf Fingerpicking und Slide verlegt. Was ihn mehr denn je dazu befähigt, auf seinem aktuellen Album ‚Rainbow Walker’ den von den Stones gecoverten Muddy Waters-Klassiker ‚Can’t Be Satisfied’ in einer eigenen Version aufzunehmen. „Dieses Slide-Guitar-Riff hat mich fasziniert. Und es war einfach zu spielen!“
... der vollständige Text befindet sich in Heft 3/07 ab Seite 36! 
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