Duo Stoyanova von Franz Holtmann

Zwillingen, insbesondere eineiigen, sagt man gemeinhin eine besondere Seelen- und Handlungsübereinstimmung nach. Entsprechendes Talent vorausgesetzt, sollten die Bedingungen für ein musikalisches Duo mit blindem gegenseitigem Verständnis in allen Belangen also bestens sein. Oder lebt die kleinste musikalische Kommunikationsform nicht doch eher von Gegensätzen und Kontrasten im Denken und Fühlen der Partner? Auskünfte über diese Frage, zu ihrem musikalischen Werdegang, über die Pläne für die Zukunft und vieles mehr gaben uns die Stoyanova-Twins in ihrer Wahlheimat Bremen.
Duo Stoyanova
Duo Stoyanova: Eingentlich ganz verschieden

Das Duo Stoyanova lebt seit 1998 in Bremen. Bernard Hebb von der Hochschule für Künste der Hansestadt hatte die Schwestern als Jurymitglied bei Gitarrenwettbewerben in Bulgarien kennen gelernt und sie dazu ermutigt, bei ihm in Bremen ein Studium aufzunehmen. Die 1980 geborenen Töchter eines Ingenieurs und einer Chemikerin besuchten in ihrer Heimatstadt Plovdiv ein musisches Gymnasium und entdeckten schon früh das Gitarrespielen als Möglichkeit der persönlichen Entwicklung für sich. Inzwischen haben sie sich längst mit dem anfangs als sehr kühl empfundenen Bremen angefreundet und ihr Studium der Gitarre mit Diplom abgeschlossen. Derzeit ergänzen sie ihre Profession noch um eine musikpädagogische Zusatzausbildung, um ihre Zukunft auf solide Füße zu stellen.

Duo Stoyanova
Duo Stoyanova

Mit großem Repertoire und nicht zuletzt wohl auch wegen der Rarität eines Frauen- geschweige denn Zwillings-Duos können die wendigen Schwestern inzwischen auch auf einen gut gefüllten Konzertkalender verweisen. Bei internationalen Wettbewerben wurden sie bereits mehrfach ausgezeichnet, und gewannen auch 1. Preis beim Open Strings Wettbewerb in Osnabrück.

Wie und wann seid ihr zwei zur Gitarre gekommen?

Keti Stoyanova: Es begann für mich ganz spielerisch mit etwa acht Jahren auf typisch bulgarischen Instrumenten, wie der Tambura. Dann wurde in der Schule richtiger Gitarrenunterricht von einer diplomierten Lehrerin angeboten und das war genau das Richtige für mich. Später hab ich dann auch Boyana mit dem Gitarrenvirus angesteckt.

... der vollständige Text befindet sich in Heft 3/05 ab Seite 115! Aktuelle Ausgabe bestellen...