Taylor GC3 Grand Concert von Jens Hausmann


Über 30 Jahre nachdem Bob Taylor seine erste Gitarre baute, gehört seine Firma zu den führenden US-amerikanischen Gitarrenherstellern. In jüngster Zeit arbeitet man daran, nicht nur elektrifizierte Cutaway-Acoustics, sondern auch rein akustische Gitarren herzustellen.

Taylor GC3 Grand Concert
Moderner Sound für Fingerstyle: Taylor GC-3

Während Taylor mit E-Gitarren auf der Winter-NAMM 2008 für aufregende Neuheiten sorgen kann, waren die Änderungen im akustischen Bereich wesentlich subtiler, aber dennoch bemerkenswert. Die bekannten Modelle mit den dreistelligen Typennummern gibt es nur noch in elektroakustischen Ausführungen mit Cutaway. Neu ist eine rein akustische Serie.

Konstruktion

Der bekannte Taylor 300er Style steht für einen Korpus aus massivem Sapele. So kann man die GC-3 als rein akustische Version der 312CE sehen; in der Auswahl der Hölzer gibt es keine Unterschiede. Die GC-3 besitzt eine fein gemaserte Sitkafichtendecke sowie einen geschraubten Hals aus amerikanischem Mahagoni mit Ebenholzgriffbrett und korrespondierendem Steg. Wie bei Taylor üblich sind dieser und die Kopfplatte angesetzt. Der Truss-Rod ist vom Kopf aus zugänglich, die Abdeckung ist, wie auch das Kopfplattenfurnier, aus Palisander. Die Mechaniken sind gekapselt und verchromt, Sattel und Steg bestehen aus Tusq. Die Gitarre wurde mit einer seidenmatten UV-Lackierung versehen (Decke in Hochglanz), was gut aussieht und in hoher Qualität ausgeführt wurde.

Zu den interessanten Unterschieden zur 312CE gehört sicher, dass die GC3 eine verkürzte 63er Mensur hat, was sich in der Bespielbarkeit bemerkbar macht. Doch eine kürzere Mensur bringt auch einen hörbaren Unterschied in Form eines weicheren und holzigeren Klanges, was der GC3 gut steht. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Gitarre mit einem cremefarbenen Binding optisch auffälliger gestaltet ist, was auch beim Griffbrett einen schmucken Akzent setzt. Die Beleistung wird mit ,Bracing Standard II' angegeben, was bei Taylor bedeutet, dass das Leistenkreuz in Richtung Schallloch verschoben wurde (analog zu Martins forward shifting). Dadurch wird der flexible Teil der Decke größer.

... der vollständige Text befindet sich in Heft 2/08 auf Seite 88! Aktuelle Ausgabe bestellen...

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