‚Julia‘ ist ein wunderschönes Liebeslied vom ‚White Album‘ der Beatles aus dem Jahr 1968. ‚Julia‘ ist meines Wissens der einzige Beatles-Song, den John Lennon im Alleingang eingespielt hat.
Zur Gitarrenbegleitung: ‚Julia‘ basiert auf einem typischen Folk-Pattern. Grundlage ist die Arbeit des Daumens, der permanent die Viertel auf den Saiten A-D-E-D anzupft. Bei Akkorden, deren Grundton eigentlich auf der tiefen E-Saite liegt, bleibt das Muster dennoch bestehen – so rutscht dann die Quinte auf Zählzeit <1> in den Bass. Daher auch die vielen Akkordbezeichnungen mit Schrägstrich. Em/B etwa bedeutet E-Moll mit B (deutsch = H) im Bass.
Hat man dieses Pattern drauf und widersteht erfolgreich dem unwillkürlichen Drang, bei vielen Akkorden den Grundton zuerst anzuschlagen, kann man das Stück locker spielen, zumal es nicht besonders schnell ist. Zur Vorbereitung arbeitet man noch ein wenig an den Griffwechseln – und schon kann es losgehen.
Noch ein Trick: Bei einer der Hauptphrasen des Stückes || C | Am7 | Em/B | G/B || lässt man den vierten Finger immer auf dem G im 3. Bund der hohen E-Saite. Das stabilisiert die Griffwechsel. Die schwierigste Stelle ist sicher || F9/C | Fm7/C ||, daher langsam und sorgfältig üben.
Die Aufteilung: Abb. 1 ist das Intro (bereits mit Gesang), Abb. 2 ist der erste Vers (ab hier sind im Original zwei Gitarren zu hören, die aber das Gleiche spielen). Abb. 3 ist die Bridge, danach kommen minimal modifiziert wieder Abb. 2, Abb. 1, Abb. 2 und schließlich die in Abb. 4 notierte Schlusswendung. Lennon spielt ‚Julia‘ übrigens in D mit Kapo am II. Bund (so ist es auch auf unserer CD zu hören).
Andreas Schulz
... der vollständige Text incl. Noten und Tabs befindet sich in Heft 2/07 ab Seite 56. 
Track 12-15 der Akustik Gitarre Begleit-CD  |