Fingerstyle-Saiten im Vergleich von Andreas Boer


Saiten gibt’s wie Sand am Meer, aus allen nur denkbaren Materialien, in allen möglichen Stärken. In diesem Test geht es um Stahlsaiten für die mit Fingern gespielte Akustikgitarre. Interessiert haben uns dabei weniger die bekannten Hersteller von Allround-Produkten, sondern kleine, hoch spezialisierte Manufakturen, die interessante Detaillösungen anbieten.

Saiten

Brauchen Fingerpicker andere Saiten?
"Fingerpickers have more fun", befand Ian Melrose auf seinem letzten Album, aber brauchen sie deswegen gleich spezielle Saiten? Andere Saiten als, sagen wir mal, Flatpicker? Nicht unbedingt. Fingerstylisten spielen, wie viele andere Gitarristen auch, Sätze von D’Addario oder Elixir, die ja nicht ohne Grund zu den erfolgreichsten Saitenherstellern auf dem Markt gehören. Andererseits sind gerade Fingerpicker auch besonders wählerisch und wechseln oft ihre Saitenmarke, eben weil sie meist solistisch spielen und ihre Musik nur der Klang von Saiten ist.

In diesem Vergleichstest wollen wir einige Manufakturen vorstellen, die Saiten speziell für Fingerstylisten herstellen – meist von Hand und mit eigenen Maschinen. Eine kleine Umfrage unter befreundeten Gitarristen, die mit den Fingern spielen (von Blues bis Tapping), ergab folgende Vorlieben, an denen wir uns bei der Auswahl orientierten: niedrige Saitenspannung, große Auswahl an Saitenstärken, langes Sustain, ausdrucksstarke Obertöne, viel Wärme und Brillanz.

D’AQUISTO
Bronze Masters (Phosphor Bronze)

Beginnen wir mit einem Klassiker aus den USA: D’Aquisto-Saiten werden zwar von Profis wie dem Briten Martin Taylor seit Jahren geschätzt, sind aber in Deutschland nur noch beim Saitenspezialisten Martins Musik-Kiste zu haben. Eigentlich unverständlich, denn die Bronze Masters (6,- €) liefern genau jenen ultraknackigen, höhenbetonten Klang, den viele Fingerpicker bevorzugen

... der vollständige Text befindet sich in Heft 2/07 auf Seite 106-109! Aktuelle Ausgabe bestellen...