Finn Olafsson - Wundervoller Wikinger von Stefan Woldach


Vom Rock-Gitarristen zur Fingerstyle-Ikone hat sich der sympathische Däne in seiner fast 40-jährigen Karriere entwickelt, als Studiogitarrist, Produzent, Musikverleger, Sideman und Solokünstler und ist in seiner Heimat maßgeblich für einen Boom akustischer Gitarrenmusik verantwortlich.

Mit seinem Album 'Acoustic Guitar 2' hat er auch unser Interesse geweckt. Auf der vergangenen Frankfurter Musikmesse gab der 53-Jährige Fingerstyler am Stand des dänischen Edelgitarrenherstellers Kehlet Guitars beeindruckende Proben seines Könnens. Mit ausgeprägter Melodik und feinsinnigen Arrangements dürfte der versierte Kopenhagener auch bei uns eine große Fan-Gemeinde gewinnen.

Finn Olafsson
Finn Olafsson: Der Gitarre ganz nah sein.

Die unvermeintliche Frage zuerst: Wie bist du zur Gitarre gekommen?
Finn Olafsson: Die ersten Erfahrungen habe ich auf einer Nylonstring gemacht, einer deutschen Hopf-Gitarre. Die gehörte meinem größeren Bruder, der mir auch die ersten Akkorde zeigte. Dann bin ich jedoch erst mal zur elektrischen Gitarre gewechselt.

Klar, deine Einflüsse Anfang der Sechzigerjahre liegen in der Beat-Ära.
Genau, die Beatles, Rolling Stones, The Searchers und die Kinks hatten es mir angetan. Ihre Musik hat mich inspiriert. Wie jeder Junge wollte ich natürlich Musiker und berühmt werden.

Du hast es geschafft.
Später. (lacht) Zunächst war mein Bruder Bassist in einer Band und als die einen Gitarristen suchten, holte er mich in die Band. Ich war damals der Benjamin, alle waren viel älter als ich. So wurde ich ein Mitglied von ACHE, einer Art Symphonic Rock Band.

Die großen Erfolg hatte...
Und hat! Unsere Platten werden heute noch von vielen Prog-Rock-Fans geschätzt. Wenn du ins Internet schaust, findest du dort immer wieder neue Rezensionen unserer Platten 'De Homine Urbano' und 'Green Man', mit denen wir großen Erfolg hatten.

Wie bist du da zur akustischen Gitarrenmusik gekommen?
Schuld war Jeff Beck. Wie er 'Greensleeves' auf dem Album 'Truth' gespielt hat, hat mich berührt. Zur gleichen Zeit haben mich auch Bert Jansch und John Renbourn fasziniert. Ich saß oft da und übte ihre Songs. So begann ich auch Akustikversionen unserer Band zu arrangieren. Ich habe mich dann drei Jahre sehr intensiv mit der akustischen Gitarre beschäftigt.

Welche Einflüsse kamen hinzu?
Crosby, Stills, Nash & Young! Der Sound ihrer Martin D-45´s hat mich total fasziniert. Ich träumte, so eine Gitarre zu besitzen. Heute habe ich sogar zwei! (lacht) Die erste habe ich Ende der Siebzigerjahre gekauft. Du musst wissen: Damals konnte man nicht einfach in einen dänischen Musikladen gehen und sich einfach eine Martin kaufen. Damals musste ich sie ordern und ein Jahr darauf warten. Ich besitze diese Gitarre immer noch.

... der vollständige Text befindet sich in Heft 2/07 ab Seite 78! Aktuelle Ausgabe bestellen...