Powerchords klingen geradlinig, das englische Wort ,power’ suggeriert einen kraftvollen Sound. Sie verhalten sich harmonisch neutral und passen deshalb in viele Zusammenhänge. Nicht nur auf der E-Gitarre machen Powerchords ihrem Namen die Ehre, auch auf der Akustischen sind sie eine gute Wahl für eine kernige Begleitung.
Powerchords sind Zweiklänge, die lediglich aus Grundton und Quinte bestehen. Die sonst so wichtige Terz, die für die Unterscheidung in Dur (große Terz) und Moll (kleine Terz) verantwortlich ist, bleibt außen vor. Für die Grundform eines Powerchords braucht man also nur zwei Saiten. Sollen Powerchords ein bisschen fetter klingen, verdoppelt man einen der beiden Töne, und der Griff erstreckt sich dann über drei Saiten (Grundton – Quinte – Oktave). Das Akkordsymbol eines Powerchords erkennt man an der Ziffer 5 (Symbol für die Quinte), zum Beispiel E5 oder G5.
In Abb. 1 kommen Powerchords über zwei und drei Saiten zum Einsatz und werden durch Single Notes aufgelockert. Spielt dieses Beispiel mit Plektrum durchgängig in Abschlägen und achtet im ersten Teil darauf, die Saiten für die Pausen exakt abzudämpfen.
Abb. 2 ist eine Begleitung im Stile von Tom Pettys Song ‚I Won’t Back Down‘. Einige Akkordwechsel sind auf die Zählzeit <4+> vorgezogen, was den straffen Achtelrhythmus belebt. Dämpft die Powerchords in der Strophe mit dem Handballen leicht ab (Symbol dafür ist P.M. = Palm Mute) und verwendet wieder durchweg Abschläge. Im Refrain öffnet sich zusammen mit den Akkorden auch die Atmosphäre. Hier läuft die Schlaghand im Wechselschlag.
Power On!
Bernd Brümmer (www.gitarrespielen.net)
... der vollständige Text incl. Noten und Tabs befindet sich in Heft 2/07 ab Seite 126. 
Track 27-28 der Akustik Gitarre Begleit-CD  |